Alles über die Nikon-Fotografie

Dies & Das

Läuft das auf dem Mac?

Track of the day, Routenplaner, GPX-Editor

Schon fast mein ganzes Leben lang entwickle ich professionell Software. Gab es früher noch einige wenige sehr exotische Projekte bei Banken und Versicherungen, in denen Software für IBMs OS/2 oder verschiedene Großrechner entwickelt wurde, so habe ich seit ca. 1999 ausschließlich Software für Microsoft Windows entwickelt.

Schaut man sich die weltweite Verteilung der Betriebssysteme für Laptops und Desktop PCs an, wird auch schnell klar warum das so ist. Dies anschauliche Grafik ist schon etwas älter. mittlerweile haben sich die Grenzen zwischen Windows 10 und den älteren Versionen verschoben. Windows 10 ist inzwischen das weltweit meistgenutzte Betriebssystem für Desktop Computer. Verschiedene Desaster mit schlechten Tastaturen, fehlenden Escape-Tasten und dem Austausch von Funktionstasten gegen kleine bunte Displays haben es Apple Fans in der Vergangenheit nicht gerade leicht gemacht, ihren Premium Computern treu zu bleiben.

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Shoot Film

Hier habe ich für Euch ein wirklich witzig gemachtes Video aus der Schmiede von „DigitalRev TV“. Für dieses Video haben sie ein neues Intro erstellt und sich in „AnalogRev TV“ umbenannt. Mit je einer Nikon, Canon und Minolta geht es kreuz und quer durch Hong Kong. Das Video ist professionell gefilmt, der Ton ist supergut und die Locations sind einfach großartig. Besonders witzig sind die 70er Jahre Klamotten die sich die Drei extra für dieses Video organisiert haben.

Aber genug der Vorrede, Film ab…


OS-X Lion unter Windows 7 – Teil II

Die heutige Lektion des Tages ist:

  • Wer OS-X Lion in einer virtualisierten Variante unter VMWare zum Laufen bekommen hat ist ein Held!
  • Wer in dieser vituellen Maschine die automatischen Updates aktiviert handelt grob fahrlässig!
  • Wenn genau dieses OS-X ein automatisches Update findet ist das blöd!
  • Wer versucht dieses Update einzuspielen ist dämlich!
  • Danach ist die virtuelle Maschine nämlich kaputt!
  • Wer noch eine Kopie dieser virtuellen OS-X Lion Maschine hat ist glücklich!
  • Wer keine Kopie mehr hat ist ein Idiot!

Ich kann mich glücklich schätzen, trotzdem komme ich mir vor wie ein Idiot…

Nun muss ich alles neu installieren was da schon drin war, denn mein Backup ist schon ziemlich alt. Und ich sehe damit nicht nur alt aus, ich fühle mich auch gerade so.

Asterix und Obelix würden mein aktuelles Gefühl etwa so ausdrücken: *&+%$§*#@€&$§^°

Und die Moral von der Geschicht: Update Deinen Lion nicht.

Oder: Lass den Quatsch und nimm gleich einen echten Mac…


Die Rentergang hat wieder zugeschlagen

Als ich wach werde zeigt die Uhr bei 8h20. Habe ich sie eigentlich umgestellt? Ja, habe ich! Aber welche Uhren habe ich gestern alle vergessen und welche haben sich automatisch umgestellt? Ein Thema das mich sicher auch in diesem Jahr noch eine Weile verfolgen wird, bis im nächsten Frühjahr alles wieder rückgängig gemacht wird. Überflüssig wie ein Kropf ist das…

Bei einer Tasse frischem Kaffe und einem Schwarzbrot mit Quark und Zwiebeln schaue ich mal beim Morgenmagazin hinein. Das habe ich schon lange nicht mehr gemacht. Am Anfang meiner „Karriere“ als Unternehmensberater habe ich manchmal morgens im Hotel ein wenig in den Fernseher geguckt. Aber es mir dann fast vollständig abgewöhnt. Auch heute gibt es langweilige Sportnachrichten und eine lange Diskussion darüber, wie man sich bei einer staatlich geführten Pleitebank um 55.000.000.000 Euro verrechnen könnte. Eigentlich eine Lachnummer. Doch dann erklärt ein Professor, dass aufgrund des Abrechnungsprozederes alles in bester Ordnung ist und dem deutschen Staat keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stehen. Na, dann können wir sie auch nicht nach Griechenland, Italien oder Portugal verschenken. Auch nicht schlecht…

Dann gibt es für mich die Nachricht des Tages: Die eisenharten Rentner der Krawall-Band Metallica haben mal wieder zugeschlagen. Diesmal haben sie sich eine Verstärkung geholt die gut zum heutigen Halloween passt – Lou Reed ist mit dabei. Wie genial ist das denn? James Hetfield erklärt in einem Interview-Schnipsel, dass es diesmal voll cool war, weil sie sich nicht erst einmal irgendwelche Texte ausdenken mussten, sondern es statt dessen gleich krachen lassen konnten.

Witzig wie die beiden früher einmal ausgesehen haben…

Schaut man sie heute an, sehen sie fast aus als hätten sie sich pünktlich zur Halloween Party verkleidet.

Man beachte die extrem coolen Sonnenbrillen!!

Auch das Cover der neuen „Scheibe“ ist wirklich böse ausgefallen…

Nun fragt man sich, wie das wohl „klingen“ wird – Lou Reed und Metallica – schauen wir doch mal was wir zu diesem Thema finden…

Ein kleines Interview gibt es da zu sehen…

 

Witzig wie James Hetfield hier sagt, dass man dem Ganzen nur noch den „Metallica-Stempel“ aufdrücken musste. Das habe ich eben schon im Morgenmagazin gesehen & gehört :-)

Aber wie klingt das was sie da machen? Stöbern wir mal weiter…

 

Früher war Metallica mal die Kracher-Band schlecht hin und die weltweite Fangemeinde ist noch immer riesig. Ich bin gespannt wie nach mehreren Flops nun dieses Werk ankommen wird. Irgendwie ist auch Metallica nicht mehr das was sie einmal waren, aber ich werde ja auch nicht jünger…


Nikon D700 versus D7000 – Performance-Test

Es ist Samstag und die Sonne lacht. Aber Sandra ist durch und durch erkältet, die Nase tropft und die Glieder schmerzen. Aber, das Gehirn braucht Sauerstoff! Also bleiben die Motorräder und das Cabrio heute mal daheim. Um kurz nach 12h geht es mit meiner schwarzen Dieselrakete zur „Wahner Heide“, gleich hinter dem Köln-Bonner Flughafen. Dort bin ich früher auf dem Weg zur Arbeit immer mal wieder für ein paar Minuten gewesen und habe mit einer Nikon F4, F100 oder F5 und später mit einer Nikon D100 Flieger geknipst. Motoviert war das alles durch Bilder eines Fotografen der diverse Flieger exakt von unten fotografiert und sie einander gegenüber gestellt hat. Dieser Artikel aus irgendeiner Fotozeitung geistert mir seit Jahren im Kopf herum wenn ich in der Nähe eines Flughafens bin.

Heute sind die Nikon D7000 und die D700 im Gepäck. Zusätzlich habe ich noch die neue Nikon AW-100 dabei. Die Anfahrt dauert nicht lang und warm eingepackt warten wir auf die Flieger die da kommen werden.

Zwischendurch finde ich einen sehr schönen fast unbeschädigten Pilz. Ich versuche mich mal an einer Nahaufnahme mit der kleinen Nikon AW-100. Richtig gelingen tut das erst, als ich die Kamera auf den Kopf stelle und das Blitzlich als „Aufheller“ verwende. Wirklich praktisch diese kleinen Kameras :-)

Dann wird es ernst, die ersten Flieger kommen. An meine D7000 setze ich das Nikon AF-S VR 18-200mm – mal sehen wie es sich schlägt! Oben drauf sitzt ein Adapter eines kleinen „Schirmhalters“. Daran habe ich eine Stativ-Adapterschraube gedreht und da wiederum einen GoPro Stativ-Adapter angeschraubt. Oben drauf sitzt eine GoPro HD HERO 1080.

Nachdem einige Flieger „durch sind“ habe ich das Gefühl, dass die D7000 einfach zu langsam ist. Also raus mit der D700, dem AF-S 1.4/50mm und dem MB-D10 Batteriegriff samt großem EN-EL4 aus meiner Nikon D2x. Ich stelle auch hier nur den RAW-Modus ein, keine JPG-Vorschaubilder! Im Karten-Slot steckt die neue schnelle 16GB CF-Karte von Foto Gregor in Köln. Drauf mit der GoPro und los geht der Spaß. So eingestellt geht die D700 ab wie eine Rakete! Das macht Spaß, nur kommen zu wenig Flieger :-( Und die Flieger die kommen sind langweilige Kisten von German Wings. Ok, man kann nicht alles haben…

Zum Abschluß mache ich noch einen kleinen Soundcheck mit dem ZOOM H2. Dann geht es zurück zum Auto. Es ist inzwischen 15h und wir haben Hunger. Im Navi finden wir das Schloß-Restaurant an der Agger – das klingt gut! Also los, es sind nur ein paar Kilometer!

Dort angekommen bleibt bis auf die neue Nikon AW-100 alles im Auto. Hier habe ich zwei Testbilder aus der kleinen AW-100…

Hier ein Foto der Tischdekoration – Selbstauslöser  & Makro-Programm – ganz brauchbar – oder?

Später wird dann daheim das Video des Tages geschnitten – Nikon D700 versus D7000. Meine Gewinnerin ist ganz eindeutig die schon etwas in die Jahre gekommene D700. Im Vergleich zur D7000 hat sie irgendwie genau die Power die man für wirklich schnell fliegende „Objekte“ braucht. Das 50er Objektiv ist ein wenig zu kurz, also habe ich auch mal einige Fotos mit einem AF-S VR DX 16-85mm gemacht – das dunkelt die Bildränder wirklich kräftig ab – aber so schlecht sieht das gar nicht aus :-)


Voice-Recording made easy…

Zu meiner Vorstellung des ZOOM H2 habe ich ein paar E-Mails erhalten. Dort wurde gefragt, warum bei einigen meiner Videos der Ton so leise ist. Die Antwort ist ebenso einfach wie banal – Weil ich da das Zoom H2 noch nicht hatte! Die eingebauten Mikros einer  digitalen Spiegelreflex-Kamera sind in der Regel winzig und die Konstrukteure haben versucht diese kleinen Dinger für den alltäglichen „Brot & Butter“ Einsatz der Kameras zu optimieren. Auch ist in den Gehäusen wenig Raum für wirklich gute Mikros. Daher ist alles was es an eingebauten Mikros gibt zwangsläufig eine Notlösung.

Da mich der leise Ton und die schlechte Tonqualität bei einigen meiner Videos sehr gewurmt hat, habe ich mir vor ein paar Tagen in Mainz bei Conrad Elektronik ein ZOOM H2 gekauft. Ein entsprechendes kleines erstes Unboxing gibt es auch schon:

Mit diesem kleinen Ding bekommt man nun einen wirklich tollen Sound hin. Alternativ kann man auch das Nikon ME-1 in Verbindung mit einem langen Kabel benutzen, aber mit dem ZOOM H2 ist die Qualität noch einen Tick besser und man ist auch flexibler.


Erste Gehversuche mit OS-X Lion

Bevor es am Mittwoch mit den Kollegen in die Sushi-Bar am Mainzer Südbahnhof geht, stoße ich auch meinem Mac-Mini und meinem Mac-Book noch den Download für das neue OS-X Lion am. Als ich um 23h nach einigen Nigiris, Takamis und Mojitos wieder in meinem Appartement bin, ist der Download immer noch nicht abgeschlossen. Kurz bevor es ins Bett geht sind dann beide Mac’s so weit, dass sie das OS-X Lion installieren können. Die Prozedur ist ganz einfach, aber sie dauert dann doch eine Weile. Das Mac-Book kommt zuletzt an die Reihe und so so schlafe ich über der Prozedur einfach ein…

Am nächsten Morgen ist das Mac-Book im Standby, aber es läßt sich aufwecken. Der Mac-Mini meldet bereits OS-X 10.7 als neue Betriebssystemversion. Auf dem Mac-Book ist es noch 10.6.8 – also nix mit Lion!! Ist das was schief gegangen?? Ich starte es mal neu, vielleicht klappt es ja dann. Aber nichts ist nach dem Neustart anders, von OS-X Lion ist nichts zu sehen. Ich starte mal den App-Store, aber es wird angezeigt, dass das OS-X Lion installiert wäre. Hm, nur wo ist es denn??

Nach ein paar Minuten fällt mir dann ein neues Icon in der Docking-Leiste auf. Aha, so kann ich die Installation starten, alles gar kein Problem wenn man weiß wie! Die Prozedur dauert auch hier etwa 30 Minuten. Zu lange, denn ich will zur Arbeit. Also muss das Notebook mit ins Auto. Als ich am frühen Abend mit der Arbeit fertig bin und heim nach Bonn fahren möchte, ist dann auch das neue OS-X Lion auf dem Mac-Book installiert. Prima! Mit laufender GoPro Kamera geht es über die A61 nach Bonn. Die Fahrt ist überaus ätzend, es ist viel los, überall sind Baustellen und ich verfluche die Heimfahrt. Aber ich sitze im Trockenen und kann Musik hören, auf dem Moped wäre es jetzt wirklich fies!!

Daheim angekommen will ich mir das aufgezeichnete Video-Material auf dem Mac-Book anschauen. Die kleine GoPro Kamera hat nur im 720P Modus gefilmt und innerhalb von zwei Stunden trotzdem knapp 7GB aufgezeichnet. Der Import in iMovie soll etwa zwei Stunden dauern, was für ein Wahnsinn. Während der Import läuft versuche ich die neuen Features zu erkunden. Aber der Mac ist fast tot, iMovie schluckt alle Ressourcen. Ich öffne mal die Aktivitätsanzeige um wie unter Windows die Prozesspriorität von iMovie ein wenig zu reduzieren. Aber das geht damit überhaupt nicht. Ich muss googeln, dann die Lösung, man muss dafür voll im ernst ein paar Unix-Befehle im Unix-Terminal eintippen (sudo, renice, blä blä blä). Ich bin vom fortschrittlichsten Betriebssystem der Welt wirklich schwer beeindruckt… Das ging sogar schon unter Windows NT 3.1 :-(

Egal, ich lassen den Mac vor sich hin ackern. Dann fällt mir auf, dass Spotlight meine externe fast volle 1,5 TB Festplatt indiziert. Ja sind die denn komplett wahnsinnig? Kurz googeln, dann ist klar wie man auch das abschaltet. Im neuen supertoll überarbeiteten Finder suche ich das Symbol für die interne Festplatte, es ist weg! Ein wenig Probieren und dann kann ich es bei den Favoriten wieder hinzufügen. Au Backe…

Die Navigation via Trackpad wurde überarbeitet. Nun funktioniert innerhalb des Finders das Zurückspringen zum übergeordneten Ordner über die drei-finger-nach-links Wisch-Geste nicht mehr. Bei Safari klappt es, hier kann ich zwischen mehreren aufgerufenen Webseiten chronologisch mit der Wisch-Geste hin und her navigieren. Im Finder geht das nicht mehr, wie blöd ist das denn?

Irgendwie kommt mir der ganz Mac nun auch langsamer vor. Vielleicht ist es Einbildung, aber ich habe ähnliches schon unter den ersten Kommentaren zum neuen OS-X Lion gelesen.

Aber dann finde ich ein schön gemachtes Video, das die neuen Gesten erklärt. Super gemacht ist das, sehr sparsam, sehr schick, nur fehlt mir eine der am meisten benutzten Gesten im Finder. Soll das der Fortschritt sein?


Nikon D4 – Die Gerüchteküche brodelt

Im April 2010 hatten wir bei der Verlosung viel Glück und durften gleich am nächsten Tag die Wave besuchen – großartig! Natürlich waren wir dort nicht ganz allein. Aber es sind dennoch eine Reihe schöner Fotos entstanden. Später habe ich dann ein Bild in der Fotocommunity veröffentlicht und aus Spaß darunter geschrieben, dass ich einen Nikon Tester getroffen habe, der in der Wave einen frühen Prototypen der Nikon D4 testet.

Jemand aus der Fotocommunity hat dieses Bild dann im Forum der Fotocommunity gepostet. Das Bild der Wave mit dem vermeintlichen Nikon Tester wurde daraufhin viele hundert Mal aufgerufen. Dort ist der Artikel vom Besuch bei der Wave verlinkt und dieser Post wurde so der mit Abstand meist gelesene Artikel meines gesamten BLOGs.

Heute ist schon fast Pfingsten 2011, das schwere Erdbeben und die nachfolgenden Katastrophen haben auch die Entwicklung der neuen Nikon D4 um Monate zurück geworfen. Die Menschen in Japan haben derzeit auch andere Sorgen als exzentrische Fotoamateure die zu viel Kohle auf dem Bankkonto haben mit neuen Statussymbolen zu versorgen. Wie dem auch sei, ich verfolge die Gerüchteküche immer mal wieder ein wenig, so auch heute.

Heute fand ich dann diese Webseite: http://nikostsatsakis.wordpress.com/2010/11/27/nikon-d4-πρώτη-ματιά

Hier kann man schöne gefälschte Fotos der neuen Nikon D4 sehen (…eigentlich ist es jedoch eine D3x.)

Ganz interessant ist der Text der bei diesen Fotos steht:

ISO 25 – 128000
32 Mpix
Multicam 4000 FX
HD-βίντεο mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Σκόνη & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 στις ΗΠΑ den und Ιαπωνία
9999 δολάριο ΗΠΑ

Es gibt Neue Auch Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899, – US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599, – US $

Schaut man sich mein Foto in der fotocommunity an, so findet man interessante Parallelen:

http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/566682/display/20829810

Hier gibt es folgendes zu lesen:

Die Spezifikation der Kamera klingt erstaulich gut:
ISO 25 – 128000
32 MPix
Multicam 4000 FX
HD-Videos mit 2560 x 1600 Pixeln
Anti Dust & Anti Vibration
Auslieferung ab 01.04.2011 in den USA und Japan
9999 US-Dollar

Es gibt auch neue Objektive:
Nikkor AF-S VR II 2.8/10-24mm – 2899,- US $
Nikkor AF-S VR II 2.8/24-70mm – 3599,- US $

Das ist sie nun, die internationale Gerüchteküche namens „Internet“! So entstehen Mythen, Halbwahrheiten und Spekulationen. Das ist die Schmiere im Web 2.0 Getriebe, das macht die Leute kirre.

Ich selbst versuche mich ein wenig davon zu lösen, es ist eh alles unsinnige Spekulation. Fakt ist, das Erdbeben war verheerend und die Japaner müssen erst einmal wieder auf die Beine kommen bevor sie uns mit Kameras beglücken die wir (Hand aufs Herz) eigentlich alle gar nicht brauchen. Egal welcher Mann mir begegnet während ich eine Kamera dabei habe, sie schielen alle auf das „Firmenschild“. Frauen schauen mir auf den Hintern, Männer auf die Kamera – so ist das eben.

Vor ein paar Tagen habe ich mir eine Nikon D7000 gekauft, eine geniale kleine Kamera die kaum Wünsche offen lässt und praktisch alles kann was man(n) so braucht. Doch macht man damit auch automatisch bessere Fotos? Ich denke eben nicht. Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera!

98% aller Fotografen zeigen weltweit ihre Fotos in Internetportalen wie flickr oder der fotocommunity in einer Auflösung von vielleicht 1000 Pixel Kantenlänge. Die Masse der Fotografen ist genau damit zufrieden und auch ganz glücklich. Einige wenige lassen ihre Bilder bei einem der vielen Dienstleister drucken. Die Mehrzahl dieser Prints landet auf einem Stück Leinwand und wird auf einen Keilrahmen aufgezogen. Nach einer wirklichen Fotografie sieht das danach nicht mehr aus. Eher so wie wollen und nicht können, wie fotografierte Gemälde.

Hand auf’s Herz, wer ist bereit für einen wirklich gut gemachten Print in edler Rahmung mit Passepartout und hochwertigem entspiegeltem Glas im Format 60×90 cm etwa 400 Euro zu bezahlen? Weltweit bleiben da von vielen Milliarden „Knipsern“ noch einige wenige tausend wirklich ambitionierte Amateure und Fotofans übrig. Mal ehrlich, braucht DIESE Welt eine Nikon D4 mit 32.000.000 Pixeln und allem Schnickschnack, wo doch eine D7000 für 999,- Euro schon alles kann was man braucht?

Na vielleicht braucht sie es eben doch, nicht wegen der Fotos sondern wegen des Alleinstellungsmerkmals.

Mich selbst will ich da gar nicht ausschließen :-) Ich habe relativ große Hände und nach F4e, F5, D1x, D2x wäre die D4 genau das was ich mir für die Zukunft auch wünschen würde. Sicher wird sie sündhaft teuer aber sicher auch sehr sehr gut. Oft habe ich schon überlegt ob mir eine D3x satte 7.000 Euro wert ist. Aber bislang lebe ich wirklich sehr gut ohne die D3x. Vom gesparten Geld habe ich mir eine BMW K1200r Sport gekauft. Jedes mal wenn da die 163 Pferde am Hinterreifen reißen macht das glücklich. Vier Räder bewegen den Körper, zwei Räder bewegen die Seele, so ist das eben. Jeder muss selbst wissen wofür er seine Knete ausgibt. Ich habe mich für das Motorrad und gegen die D3x entschieden. Wenn ich überlege, dass ich 2005 für die D2x satte 4.800 Euro bezahlt habe und dass sie heute nur noch etwa 800 Euro wert ist, dann ist das schon krass. Aber das ist ein ganz anderes Thema :-)


Auf nach Page

Der Wecker ist auch 8h Arizona Time eingestellt. Aber es kommt um 7h eine SMS von Angenie, ich bin fast wach und kann dieses Gefühl in aller Ruhe ausbauen. Schnell in die Mails schauen, Routenplanung erstellen, ein paar Fotos in die FC hochladen und dann klopft auch schon das Zimmermädchen…

Es geht los nach Page, es sind nur 80 Meilen. Um 1:00 pm Arizona Time treffen wir uns beim Mexicaner gegenüber vom Safeway – da gibt es sicher einen leckeren Burrito :-)

Hier die Route:

Google hat Page leider noch nicht fotografiert – es ist wie immer in Page – es ist nicht nur die jüngste Stadt der Vereinigten Staaten, es wird vielleicht auch die letzte sein die in Google Streetview auftaucht :-)

Kleines Quiz:

Was mir gerade einfällt? Allan hat mich gestern gefragt ob ich den östlichsten Punkt der Vereinigten Staaten kenne? Wer weiß eine Antwort (nicht schummeln, nicht googeln…)

 

Update:
Auf dem Parkplatz vor dem Safeways gibt es ein offenes WLAN: linksys

Super, ich bin mit meinem Telefon online und kann sogar bloggen ;-)

Das Wiedersehen mit Angenie und Peter war wirklich super und ich hoffe sehr, dass wir uns vielleicht im nächsten Jahr an Yellowstone National Park treffen können. Ich überlege jetzt was ich heute noch machen soll. Ich hatte überlegt zum Alstrompoint zu fahren, aber der Himmel ist einfach nur blau, das lässt keine wirklich famosen Bilder erhoffen.

Warum also nicht zum Zion National Park fahren? Ich könnte mich in Hurricane einmieten und vielleicht sogar morgen einen Abstecher zum Bryce Canyon machen. Ok ich werden das gleich auf der Strasse mit mir ausmachen. Ihr könnt es dann später im BLOG lesen ;-)

Ok, ich fahre dann mal los…

…bis später….


The Wave 2011

Nachdem mein BLOG geschrieben ist packt mich der Hunger. Es ist 20:04 – Nevada Time! In den letzten Tagen hatten wir wieder ein Zeitzonen-Durcheinander. Mich packt der Hunger, aber haben nicht schon alle Restaurants hier in Kanab um 20h geschlossen? Egal, ich versuche es einfach mal. Also rein ins Auto und los. Die meisten Läden und Restaurants sind wirklich schon geschlossen. Aber das „Trail End Restaurant“ scheint noch geöffnet zu sein. An der Türe steht 8am – 9:30pm – also von morgens um 8h bis abends um 21:30h. Ich gehe mal hinein, ich habe ja im Zweifel noch ein paar Minuten. Ich frage mal nach der aktuellen Zeit, es scheint ok zu sein, ich habe kurz nach 8h und im Restaurant ist es auch kurz nach 8h.

Kurz vorher hatte ich noch kurz via Internet nachgeschaut, da sah es aus, also wäre Kanab eine Stunde weiter. Muss man das eigentlich alles verstehen? Ich habe da jedenfalls so meine Probleme und wie spät es jetzt hier wirklich ist, ich weiß es nicht genau!

Jedenfalls gibt es einen Burger mit Fritten und ein Corona – obwohl wir hier in Utah sind! Der Spaß kostet 11,95 Dollar – inkl. Steuern. Noch zwei Dollar Trinkgeld und wir sind bei 14$ = 10 Euro. Nach dem Burger fahre ich mal kurz zum BLM-Gebäude, es ist gleich um die Ecke. Vor dem Gebäude ist es dunkel, aber ich habe ja meine Taschenlampe dabei. Ich finde einen Zettel von Heute auf dem steht, dass fast alle Straßen unpassierbar sind, unter anderen die Cottonwood-Road! Das wäre der schönste Weg hoch zum Bryce-Canyon. Aber die House-Rock-Valley-Road zum Wave-Trailhead scheint befahrbar zu sein. Heute hat man wohl damit begonnen diese schwer beschädigte Straße wieder herzurichten, für den Touristenansturm in den Osterferien…

Im Internet findet sich dieser Text:

WARNING: There were multiple 50-100 year floods between April and November of 2010 through Buckskin Gulch, Wire Pass and Paria Canyon that have removed high water campsites, added obstructions (trees, stumps, or boulders) and changed the river bed. It is highly suggested your party brings rope in case you come across an obstruction that has not been mapped. Do not depend on high water campsites downstream from your location if anyone in your party is tired as the campsite may no longer exist; for example, the big campsite at the confluence of Wire Pass and Buckskin Gulch is gone as is the one across from the confluence. The only safe site remaining is the one further downstream from the confluence just before it narrows up again.

Road Conditions: BLM Road 1065-House Rock Valley from Highway 89 to Stateline Campground is not maintained. High clearance 4-wheel drive or AWD vehicles are suggested to navigate rough, rocky and sandy roads. Impassable when wet.

Invasive species removal work is scheduled from March 21 to April 10, 2011. Crews will continue removing tamarisk and Russian olive from downstream from Big Spring to Wrather Canyon

Der kleine Satz „Impassable when wet“ gibt mir doch sehr zu denken. Auf dem Hinweg habe ich schwere Regenwolken über diesem Gebiet gesehen!

Dann finde ich noch einen kleinen bunten Zettel, die Wave-Permitts gibt es inzwischen nicht mehr hier in Kanab sondern nun schon wieder bei der kleinen Ranger-Bude in Richtung Page. Was für ein Durcheinander. Im Web versuche ich später mal herauszufinden wann genau umgezogen wird. Es scheint der 18. März zu sein. Heute ist der 22. März – jedenfalls hier in Utah – in Deutschland ist es schon der 23. März. Übrigens haben Nord- und Süddeutschland die gleiche Zeitzone. Im Osten mögen die Uhren langsamer gehen, doch auch hier zeigen sie die gleiche Zeit an wie in Aachen! Leute, das ist echter Luxus und kein Deutscher weiss ihn wirklich zu schätzen…

Die Ranger-Bude ist ab 7h30 geöffnet. Wenn ich mich recht erinnere beginnt die Lotterie um 8h, auch wenn ich eben auf einer Webseite gelesen habe, dass sie um 9h beginnt. Vielleicht hat sich da auch jemand mit den Zeitzonen vertan. Egal, ich werde morgen einfach mal wirklich früh aufstehen und im Zweifel eine wenig warten. An der Rangerbude gibt es ein WLAN, da kann ich ggf. gleich berichten ob es geklappt hat oder nicht.


Exploring Las Vegas

Und wieder haben wir eine Nacht sehr schlecht geschlafen. Es ist aber gar nicht der Verkehrslärm, es ist eine seitliche Eingangstüre die direkt unter unserem Zimmer ist. Der Stopper hat keine Federspannung und wenn es ein wenig windig ist knallt diese Türe zu, dass einem Hören und Sehen vergeht. Man spürt die Vibrationen sogar wenn man im Bett liegt, grauenhaft. Da hilft es auch nicht schlecht zu hören, man kriegt einfach kein Auge zu. Dann ist direkt neben der Türe scheinbar auch eine beliebte Raucherecke. Und die extrem Süchtigen stehen da scheinbar auch nachts um unbekannten Göttern ihre kleinen Rauchopfer darzubieten.

Nach dem Frühstück versuche ich an der Rezeption zu erklären was mit der Türe los ist. Der Mitarbeiter des Hotels schaut es sich an. Wir können nicht umziehen, das Motel ist ausgebucht und ein Handwerker kommt frühestens am Montag. Er will mal versuchen ob er nicht ein wenig Schaumgummi auf den Türrahmen kleben kann, damit die Türe etwas leiser schließt. Während ich hier sitze und tippe habe ich das Gefühl, dass es vielleicht sogar schon erledigt ist.

Ok, wir werden heute ein wenig die Casinos anschauen die wir hier noch nicht kennen. Es wird also ein ruhiger Tage ohne viele Kilometer im Auto. Sandra ist gestern beim Elephant-Rock ziemlich fies umgeknickt – Wanderschuhe gehören nicht einzig in den Kofferraum – und kann daher heute keine weiten Strecken zurücklegen. Little Finland werde ich mir also in den nächsten Tagen mal allein anschauen.

Es ist jetzt Samstag 10:30 und schräg unter uns im Frühstücksraum scheint ein Prieser eine Show abzuziehen. Wir hören hier oben im Zimmer (selbst ich!!) laute Gospel-Musik gemischt mit den Geräuschen überdimensionierter V8 Motoren – das ist Amerika :-)

Also los…


Viva Las Vegas



Gestern Abend habe ich noch via Internet und ZDF-Mediathek ein paar Video-Sequenzen zur Katastrophe in Japan anschauen können. Die Nacht war geprägt von Albträumen und einem schlechten Gewissen. Wir machen hier Urlaub und überlegen wo wir die schönsten Fotos machen können, während in Japan die Menschen ums Überleben kämpfen. Ab wir können hier nichts daran ändern und nur hoffen, dass auch diese Katastrophe bald überstanden ist.

Etwas zerknittert suche ich mir nach dem Wachwerden auf dem Handy via www.hrs.com ein Motel in Las Vegas aus. Das Comfort Inn im Norden von Las Vegas macht einen ganz guten Eindruck. Die Buchung klappt sogar via Handy – cool! Ich buche vom 17.3 – 20.3.2011 – also Fr, Sa, So. Die Preise ziehen zum Wochenende deutlich an: 69,99$ – 79,99$ – 99,99$ Damit ist es aber immer noch preiswert und es ist keine Holzhütte in der Sandra nachts die Termiten bei der Arbeit belauschen kann.

So, nun gibt es Frühstück und dann geht es los, bis später…

Update nach dem Frühstück:

Während des Frühstücks drüben bei Denny’s diskutieren wir unsere Rückreiseroute. Die Copilot-Software auf meinem Handy hat eine Route quer durch Death Valley über den Highway 190 vorgeschlagen. Diese Straße sind wir vor zwei Wochen in der anderen Richtung gefahren. Sie ist landschaftlich wirklich reizvoll, aber es gibt gefühlte 1.000.000 Kurven. Man kommt dort nicht wirklich gut vorwärts. Im Motel schaut Sandra dann mal auf ihre tolle Karte von Kalifornien. Wir könnten auch über Beatty fahren, dort haben wir ja schon ein paar Tage übernachtet. Diese Route hat weniger Kurven und wir müssen Zeit bis Las Vegas eigentlich nur absitzen :-) Ganz nett, einen Großteil dieser Route kennen wir noch nicht!

So wird es heute wahrscheinlich aussehen:

Update um 16h20

Wir sind angekommen! Hui, war das eine Tour, wirklich anstrengend, aber mitunter auch landschaftlich ganz reizvoll. Der schönste Teil der Tour ist rund um den Highway 168. Es geht über mehrere Pässe, wir durchqueren Hochebenen und fahren Kurven bis zum Abwinken. Da haben wir einmal mehr ein wirklich tolle Route für die ambitionierten Mopedfahrer dieser Welt gefunden. Es gibt auch wieder fast eine Stunde „Kurvenvideo“ – aber das sollte man nicht einfach so wie es ist bei YouTube hoch laden, es sind viele hundert MB.

Hier habe ich noch ein paar Fotos des Tages.

Die Kameras müssen zu allererst ins Auto :-) Dann kommen die Koffer an die Reihe…

Ein letzter Blick den Gang hinunter, das Zimmermädchen ist schon unterwegs.

Ein letzter Blick und los geht die Reise…

Bereits kurz nach Bishop geht es wieder hinauf in die Berge. Ganz unten ist angeschlagen, dass eine Straße geschlossen ist. Wir hoffen mal, dass dies unsere Route nicht betrifft. Mit gemischten Gefühlen geht es weiter – aber wir werden Glück haben!

Krass sind die Straßenschilder, fast alle haben Einschusslöcher.

Kurz bevor wir unseren „Zielhighway“ in Richtung Las Vegas erreichen, finden wir noch eine alte Goldmine. Eigentlich würde ich sie gern genauer unter die Lupe nehmen, aber wir haben noch wirklich viele Kilometer vor uns und es ist ungewiss, ob noch etwa dazwischen kommt. Also schnell eine Foto und dann weiter…

Unsere Route führt uns immer wieder hinauf in ein Gebirge, hinab und wieder hinauf. Als wir auf dem Highway 95 ankommen bin ich froh, dass es endlich nur noch geradeaus geht!

In Las Vegas sollen wir die Ausfahrt 76 nehmen, nur welche von Beiden? Es gibt 76A und 76B. Wir erwischen natürlich die falsche Ausfahrt und fahren nach Süden, statt nach Norden. Also bei der nächsten Gelegenheit runter und wieder rauf, ist gar nicht so einfach. Las Vegas ist eine echt große Stadt. Gegen 16h sind wir dann am Comfort Inn. Die Buchung via Handy und HRS hat gut funktioniert, ich zeige meinen Ausweis, meine Kreditkarte und sage meine Postleitzahl, schon haben wir ein Zimmer. Es hat wieder nur ein Bett und ist zur Straße raus. Mindestens einer von uns beiden ist ziemlich bedient, es macht jedenfalls den Eindruck :-) Aber ein Denny’s ist auf der anderen Straßenseite und ein Walmart gleich um die Ecke. Und da fahren wir jetzt mal hin :-)

Update um 19h30

Den Walmart haben wir gefunden und wir haben jetzt 10 (ursprünglich waren es mal 12) Flaschen Corona – hicks… Als wir in Walker ein Sixpack Corona gekauft haben, gab es an der Kasse eine kleine Diskussion. Ich hatte alle Einkäufe in eine große Papiertüte gepackt, das Sixpack Corona habe ich nicht hinein gestopft, aus Angst die Tüte würde reißen und es könnte eine Sauerei wie neulich in Fabians Küche geben. Aber „It’s the Law!“ – Auch ein Sixpack muss hier vor den Augen Minderjähriger auf dem Weg zum Auto verborgen werden!! Also Tüte auspacken, Bier rein, alles ob drauf und dann ganz vorsichtig rüber zum Auto. Andere Länder, andere Sitten!

Hier in Las Vegas kaufen wir dann einen großen Pappkarton mit großem gelben Corona Aufdruck – hier sieht jeder sofort, dass da Bier drin ist – nämlich Corona! An der Kasse schiebt die Kassiererin mir das Bier dann ohne Tüte hinüber. Ob Nevada andere Bier-Regeln als Kalifornien hat? Egal, das Bier ist kalt und nach dem langen Tag im Auto zischt das richtig gut!

Hier habe ich noch unsere „Einflugschneise“ nach Las Vegas samt des kleinen unfreiwilligen Umweges:


Closed due to snow

Etwas schwermütig verlassen wir Mariposa. Gern würde ich mehr Zeit in Yosemite verbringen. Aber heute ist das Wetter wirklich trüb und es ist so schnell auch keine Besserung in Sicht. Abends habe ich noch überlegt ob ich früh morgens zum Sonnenaufgang am Tunnel View in Yosemite sein will. Jetzt bin ich froh, dass ich in Ruhe ausgeschlafen habe und mir die etwa 160 Kilometer gespart habe.

Es geht nach Norden. Da die drei nächsten Pässe alle geschlossen sind müssen wir einen riesigen Umweg fahren. Aber die Strecke entschädigt uns dafür. Es ist landschaftlich wirklich reizvoll und die Kurven lassen uns fast schwindelig werden. Hier mal mit dem Moped entlang düsen, was für ein Traum! Auf einer Anhöhe bietet sich ein grandioser Ausblick auf einen Stausee. Während ich meine Fotos mache kommen zwei Ducatis den Berg hinauf. Was für ein Sound, ich bin neidisch! Noch vier Wochen, dann kann ich auch mal wieder mit dem Moped fahren.

Ein Paradies für Motorradfahrer! Es geht weiter, beim nächsten Stausee muss ich wieder anhalten, zu schön ist die Gegend. Das saftige Grün sieht aus wie das Land der Teletubbies.

Ein Amerikaner erzählt mir, dass der Highway 88 geöffnet ist. Er ist selbst dort her gekommen. Er ist voll des Lobes ob der landschaftlichen Reize dieser Strecke. Es geht weiter. Wir fahren auf dem HWY 49, bis wir schließlich auf den HWY 88 nach rechts abbiegen können. Jetzt geht es nach Osten. Die Straße windet sich langsam aber sicher hinauf ins Gebirge. Der Schnee wird immer höher, irgendwann ist es fast beängstigend. Links und rechts der Straße türmt sich der Schnee viele Meter hoch. Auf einer großen Tafel steht zu lesen „Carry Chains“ – was meinen die damit? Brauchen wir Schneeketten oder sollten wir nur welche dabei haben?

Unseren Dodge haben wir bei 25°C in Las Vegas abgeholt, er hat Sommerreifen! Als wir in Mariposa losgefahren sind, hatten wir etwa 17°C. Zwischendurch ist dann das Thermometer bis auf 20°C geklettert, nun sind es 0°C. Der Wind ist eisig und der Wind wirbelt Schneeflocken durch die Luft. Fast unwirklich die Szenerie. Ich schaue immer mal auf die Tankanzeige, es ist noch Sprit für etwa 200 Kilometer im Tank, das beruhigt! Wirklich viel Infrastruktur gibt es hier oben nicht. Ab und zu passieren wir ein paar Häuschen, mal ein kleines Restaurant. Hier eine Autopanne zu haben wäre nicht witzig.

Aber es geht alles gut. Während des „Abstieges“ in Richtung Nevada bin ich wirklich froh,  dass alles gut gegangen ist. Ich wußte ja, dass wir einen krassen Gebirgszug werden kreuzen müssen, aber dass es auf 2.5000 Meter hinauf geht, das war mir nicht klar.

Später stehen wir dann doch vor einer gesperrten Straße. Die letzten 30 Kilometer hinüber zum HWY395 sind gesperrt, der Schnee liegt zu hoch. Also zurück und nochmals etwa 50 Kilometer Umweg in Kauf nehmen.

Kurze Zeit später dann eine Wolkenhimmel wie ich ihn in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen habe. Wie elektrisiert springe ich aus dem Auto und mache mal ein Foto. Krass sieht das aus!

Am Vorabend habe ich im Internet das Andruss Motel in Waker gefunden. http://www.andrussmotel.com Unser Ziel ist also Walker. Kurz bevor wir dort eintreffen, passieren wir den Topaz Lake. Schön sieht er im Licht der untergehenden Sonne aus. Also schnell anhalten und wieder ein paar Fotos knipsen.

Das Andruss Motel ist nicht weit und wir bekommen Zimmer 9, es kostest 49,99$ plus 5,88$ Steuern. Ich buche gleich zwei Tage. Die Besitzerin ist wirklich supernett. Sie stammt aus Mariposa und will gleich unsere Geschichte wissen. Ich erzähle was wir schon gemacht haben und wohin es noch gehen soll, aber sie hat schlechte Nachrichten für uns. Bodie liegt fast 3.000 Meter (8375 Fuss) hoch und ist daher wegen des vielen Schnees noch geschlossen. Sie schaut extra via Internet nach – aber es stimmt – Bodie ist geschlossen. Ich bin frustriert! Aber ich bekomme einen ganzen Stapel Bücher und Kartenmaterial zu Geisterstädten in die Hand gedrückt. Zwar ist Bodie die schönste aller Geisterstädte, aber es gibt wohl noch ein paar andere die sehenswert und trotz des vielen Schnees erreichbar sind.

Gleich nebenan im „Mountain View Barbeque“ gibt es einen leckeren Texas Burger, dazu homemade Fries und Corona. Was für ein Abschluss für diesen langen Tag.

Im Motel gibt es ein kostenloses offenes WLAN. Warum ist das bei 49,99$ so einfach und bei 340$ in Furnace Creek so schwierig? Ok, das muss man nicht verstehen…

Später finde ich dann dieses hier:

Winter Visits
Bodie is open all year. However, because of the high elevation, it is accessible only by skis, snowshoes or snowmobiles during winter months. Snowmobiles must stay on designated roads in the Bodie Hills. Winter weather is often unpredictable. Sub-zero temperatures, strong winds and white-out conditions are common. Many four wheel drive vehicles with chains get stuck each year in powdery snow. In Spring, mud can be a problem. Local towing services, when available, can be costly.

Wir sollten uns also definitiv etwas anders suchen, schade!

Update am 14.03.2011

Nach langem Warten ist nun endlich auch mein Video zu diesem Tag bei YouTube publiziert. Die Internet-Anbindung via Satellit ist hier wirklich nicht so toll.

 


Leaving Mariposa

Als ich die Augen aufschlage zeigt der Wecker 6h58. Dieses Motel ist gar nicht so verkehrt. Zumindest ich höre hier ausser dem Rattern des Ventilators im Badezimmer so gut wie nichts. Und den Ventilator kann man ja ausschalten. Eine Weile später als ich langsam richtig wach werde schaut mich Sandra vom Nachbarbett aus an, sie ist noch total verschlafen und drückt ihr Gesicht gleich wieder in die Kissen. Gut so, sie muss auch eine echtes Schlafdefizit aufarbeiten.

Um 9h haben wir dann alles zusammen gepackt. Es geht wieder die Straße hinauf zum Frühstück. Der Laden ist heute noch voller als gestern. Wir haben Sonntag, das könnte die Ursache sein, vielleicht liegt es aber auch daran, dass es hier einfach ein richtig gutes Frühstück gibt :-) Ich habe großen Appetit auf Blaubeer-Pfannkuchen. Eigentlich gibt es sie nicht, aber ich frage die Kellnerin trotzdem mal. Sie schaut hilfesuchend zum Koch hinüber und sagt „Ok, let me see what I can do vor you.“ 30 Minuten später bekomme ich drei supergute Blueberry-Pancakes und dazu ein große Portion Rührei. Alle Ernährungsberater dieser Welt würden im Angesichts dieser Mahlzeit die Hände über dem Kopf zusammen schlagen, aber es schmeckt mir richtig gut. Und wie sagt es meine Mutter seit über 50 Jahren – Egal, fasten tun wir ab morgen!

Zurück im Motel werden noch schnell die Zähne geputzt und dann geht es wieder los. Mal sehen was und heute in diesem coolen Land so alles erwartet. Ich werde berichten :-)

Hier habe ich noch ein witziges Foto, das gestern oben am Badger Pass entstanden ist.


Good bye Sausalito

Es ist Freitag der 11. März. Kurz nach dem Wachwerden lese ich im Bett auf meinem Handy eine E-Mail meiner Mutter. In Japan hat es ein schweres Erdbeben gegeben und die Pazifikküste erwartet in den nächsten Stunden einen Tsunami. Ein Blick auf news.google.de verheißt nichts gutes. In einem Kontrollraum eines japanischen Kernkraftwerkes hat es gebrannt und nun droht das Kühlsystem zusammen zu brechen. Ein zweites Tchernobyl könnte die Folge sein. Etwas betreten sitzen wir beim Frühstück und überlegen wie es heute weiter gehen soll. Nach dem Frühstück mache ich noch schnell ein Foto dieses witzigen Kamins in unserem Zimmer.

Im Gegensatz zu den Motels die wir aus Utah und Arizona kennen, haben die Motels und Hotels die wir hier gefunden haben keine Möglichkeit zu waschen. Und langsam wird die Situation bedenklich. Ich schaffe es noch etwa drei Tage, Sandra müsste heute mal etwas waschen können. Also haben wir abends via Google-Maps geschaut wo es in der Nähe des Yosemite Nationalparks Motels mit „Laundry Services“ gibt.

Im kleinen Örtchen Mariposa scheint das Best Western entsprechend ausgestattet zu sein. Und wenn nicht, es gibt noch ein Super 8 und eine Reihe anderer Motels.

Meine Reiseschecks sind nicht mehr rechtzeitig zur Abreise angeliefert worden. Ich hatte für 500$ Schecks bestellt. Dummerweise kann man sie seit 2010 nicht mehr direkt bei der Bank „kaufen“, sondern muss sie online bestellen. Sie werden dann mit DHL geliefert. Da ich ständig zwischen Bonn, Mainz, Marl und sonst wo hin und her pendle, war die Lieferung auch schwierig. Wie befürchtet hat sie dann auch nicht rechtzeitig geklappt.

Vorgestern habe ich dann an einem Geldautomaten hier in Sausalito 300$ mit meiner DKB Kreditkarte abgehoben. Das kostet hier 5$ Gebühren. Ist also fast preiswert. Wenn man allerdings bedenkt, das die DKB damit wirbt, dass man mit ihrer Kreditkarte überall auf der Welt kostenlos an Bargeld kommt, ist es doch bedenklich. Wenn ich wieder daheim bin werde ich mal die Abrechnungen prüfen und schauen, was tatsächlich berechnet wurde.

So soll unsere heutige Reiseroute aussehen:

So sieht das Best Western dort aus:

Morgen wollen wir dann in den Yosemite National Park.

Update um 17h20

Wir starten um etwa 10h in Sausalito. Unser Ziel ist die Horseshoe Bay unterhalb der Golden Gate Bridge. Eigentlich wollte ich schon früh morgens dort ein paar Fotos machen, aber dann war ich doch wieder einmal viel zu müde. Ich bin eben kein Frühaufsteher. Das coole an dieser Jahreszeit ist übrigens, dass es abends früh dunkel wird. Wenn man einen Sonnenuntergang fotografieren will, muss man also nicht so lange warten! Und tagsüber steht die Sonne auch nicht ganz so hoch wie im Sommer, die Bilder werden im Winter auch tagsüber manchmal noch ganz schön.

Nachdem wir unsere Fotos gemacht haben, geht es noch einmal zurück nach Sausalito. Sandra hat am Vorabend in einer Boutique ein Oberteil gesehen, das aussieht als wäre es aus Zeitungen zusammen genäht. Doch der Laden hat noch geschlossen. Wir warten ein Viertelstunde und dann kommt um 11h doch noch der Inhaber. Sandra verlässt den Laden mit einem glücklichen Lächeln. Nun kann nichts mehr schief gehen!

Wir starten in Richtung Mariposa. Es geht zuerst über die Golden Gate Bride. Diesmal der Sonne entgegen, das kostet heute 6$. Warum es gestern kostenlos war verstehe ich nicht, ist schon seltsam. Auf der anderen Seite verliert sich die Straße dann in der Innenstadt von San Francisco. Ich versuche mit wiederholten Blicken zum „Navifon“ möglichst nah am Ufer zu bleiben. So haben wir immer wieder schöne Blicke auf die Bucht. Einen kleinen Fotostopp gibt es dann auch noch. Der Blick rüber nach Alcatraz ist herrlich.

Dann geht es weiter auf die Bay Bridge, diesmal zahlen wir hier nichts, gestern waren es 4$. Ich verstehe wieder einmal diese Welt nicht mehr, aber das muss ich ja auch nicht. Via Google-Streetview habe ich mir schon vor Wochen angeschaut wie es IN dieser Brücke aussieht. Diesmal fahren wir nämlich im Untergeschoß! Die Brücke hat je Etage SECHS Fahrstreifen, wenn ich mich nicht verzählt habe! Sie ist also 12-spurig! Auf etwa der Hälfte passiert man eine kleine Insel namens Treasure Island. Von der Streetview-Recherche weiss ich, dass man hier auf die ganz linke Überholspur muss, um dann die Brücke in Richtung Treasure Island verlassen zu können. Auf der kleinen Insel gibt es wieder schöne Blicke hinüber zur Innenstadt von San Francisco, eine echt große Stadt ist das!

Auf dem Rückweg zeigt uns das Navi eine Straße an die sich im Nachhinein als Unsinn erweist. Wir kurven eine gefühlte halbe Stunde auf Treasure Island herum, aber schließlich finden wir den Weg zurück auf die Brücke und das sogar in der korrekten Richtung!!

Als wir in Oakland ankommen sehen wir seitlich von der Autobahn den Denny’s bei dem wir gestern und Mittagessen hatten. Es ist schon fast wie zuhause! Und prompt nehme ich wieder die falsche Fahrspur. Als ich bemerke, dass wir uns rechts halten müssten ist es zu spät, da sind zu viele andere  Autos. Also nehmen wir die nächste Ausfahrt und nutzen die Gelegenheit für eine kleine Stadtrundfahrt durch Oakland.

Als wir wieder auf der Autobahn nach Osten sind wundern wir und über die vielen vielen Autos die hier unterwegs sind. Das kenne ich bislang eigentlich so gar nicht. Vor Los Angeles war ähnlich viel los, aber 50 Kilometer östlich von Oakland?? Aber eines muss man den Amerikanern lassen, wenn der Verkehr mit 65 Meilen fließt, dann fließt er auch! Bei uns in Deutschland gäbe es nur Stress, Raser und Pimmeplfechter. Hier ist es total entspannt und wir können die Landschaft geniessen!

Als wir so mitten drin sind im „Geniessen“, da ist es auch schon wieder vorbei damit! Alles ist topfeben und wirklich langweilig. Jede Menge Gegend, lauter kleine Holzhäuser, hier und da mal eine kleine Industrieanlage. Später fahren wir dann gefühlte 100 Kilometer durch Obstplantagen, nicht enden wollende Reihen von blühenden Obstbäumen, das ist wirklich krass! Etwa 30 Kilometer vor unserem Ziel wird es dann wieder supergrün. Überall stehen Kühe auf den Wiesen, es gibt Bäume und eine Hügellandschaft die ausschaut wie das Zuhause der Teletubbies. Pinky und Winky sind zwar heute nicht da, aber wir vermissen sie auch nicht wirklich.

Um 16h45 treffen wir sind planmäßig im Best Western in Mariposa ein. Es ist ein wirklich netter kleiner Ort, der mich ein wenig an Escalante erinnert. Einen „Waschraum“ mit Waschmaschine und Trockner gibt es aber wohl in keinem der Motels. Aber, es gibt einen Waschsalon!! Er ist ein Stück die Straße hinunter. Eine kleine Maschine Wäsche kostet 2$, eine große Maschine 3$-4$. Waschpulver kann man kaufen wenn man keines hat und es gibt eine ganze Batterie von Trocknern. Die kosten noch einmal 2$ je Ladung. Für irgendwas um 10 – 20$ können wir also alles waschen was wir wollen, super! Die Maschinen laufen jeweils 30 Minuten.

Während Sandra sich um die Wäsche kümmert fahre ich schnell zurück zum Motel und bringe schon einmal alles hinauf auf das Zimmer. Das Zimmer ist in der 1. Etage, über uns ist niemand, so sollte Sandra hoffentlich mal wieder durchschlafen können. Und das Zimmer hat zwei wirklich große Betten. Da kann ich wenden und schaukeln wie ich will, es gibt keine negativen Kritiken am nächsten Morgen. Bei soviel Komfort muss man gleich für zwei Tage buchen :-) Ach ja, das Zimmer kostet 79,99$ inkl. Steuern für zwei Personen je Tag. Ein kleines Frühstück mit Muffins und Kaffee ist im Preis enthalten. Es gibt zwar keinen Kühlschrank auf dem Zimmer, aber eine Eismaschine auf dem Flur, einen Getränkeautomaten und diverse Geschäfte und Restaurants in unmittelbarer Umgebung. Ich denke, dass wir es hier eine Weile werden aushalten können.

Hier noch schnell zwei Knipsbilder aus der Nikon P7000. Man beachte die Bilder an der Wand – für mich sehen sie sehr nach Ansel Adams aus…

Ok, jetzt flitze ich wieder rüber zum Waschsalon und hole Sandra ab. Sobald die Wäsche trocken ist werden wir uns noch ein nettes Restaurant aussuchen. Ich habe da schon was gesehen :-)

Update um 21h

Die Wäscherei war prima. Sandra hat drei Maschinen mit Wäsche unterschiedlicher Couleur parallel laufen lassen und sie dann auf drei Trockner verteilt. So war wirklich nach etwa 60s alles wieder schön sauber.

Und so sehen hier die Trockner aus:

Hier noch ein paar Fotos dieses witzigen Waschsalons.

Hier habe ich noch den Track des Tages – Aufgezeichnet auf dem HTC Desire HD mit „My Tracks“.

Und hier ist die KML-Datei für alle die diese Route gern mal via „Routenflug“ in Google Earth verfolgen möchten.

 


Ratlos in Sausalito

Bleiben oder nicht, das ist früh am Morgen die große Frage. Der Wetterbericht hat Regen angekündigt, doch davon ist nichts zu sehen, bislang? Das Zimmer ist schön, aber auch nicht gerade preiswert. Die ganze Nacht über ist jemand im Zimmer über uns hin und her gewandert. Da die meisten Häuser hier aus Holz gebaut sind, hört man in den unteren Etagen praktisch jeden Schritt. Sandra hat daher wirklich schlecht geschlafen. Das Motel in Big Sur war direkt an der Straße, dort konnte sie auch nicht schlafen. Gestern in Carmel hat rechts daneben ein Junge herum getobt und links hat jemand Gitarre gespielt – nachts!

Manchmal ist es doch sehr gut wenn man schlecht hört, dann schläft man doch sehr viel besser!

Wir werden gleich mal beraten wie es weitergehen soll. Ist das Wetter schön, würde ich gern San Francisco und Umgebung ein wenig anschauen. Abends dann ein paar Fotos an der Golden Gate Bridge und vielleicht morgen einen Sonnenaufgang an dieser coolen Brücke fotografieren. Das Licht war gestern ja leider eher gruselig. Mal sehen wie es heute wird.

Hier ist noch ein Streetview dieses eigentlich sehr schönen Hotels.

Was mir da noch einfällt, sieht hier jemand eine „versteckte“ Häuserfassade wie im deutschen Google Streetview? Ich jedenfalls nicht und das macht es auch so spannend über dieses Medium die Gegend zu erkunden.

 


Hello San Francisco

Nach der kurzen Routenplanung am Morgen geht es erst einmal zum Café in dem wir gestern so ein tolles Frühstück hatten. Die Leute dort erkennen uns wieder uns sie freuen sich, dass wir wieder da sind. Der Maître sieht auch heute irgendwie aus wie ein „Robert de Niro für Arme“ und freundlich ist er. Er fragt uns ob uns das Frühstück gestern so gut geschmeckt hat, dass wir heute wieder da sind? Wir nicken und bestellen Kaffee, Blueberry Pancakes, Fruit-Bowles und so weiter. Die Kellnerin sagt nach der Bestellung „Hey, you’ve a healthy day!“

Nach dem Frühstück geht es los in Richtung San Francisco. Wir folgen dem Highway No. 1 – was teilweise gar nicht so einfach ist. Aber ich die Copilot-Software auf dem HTC funktioniert ziemlich gut.

Als wir Monterey verlassen, wird es wieder ländlich. Aber es ist unspektakulär. Der schönste Teil des HWY 1 liegt wirklich zwischen Cambria und Carmel. Zwischen durch passieren wir einen schönen Leuchtturm und ich mache ein paar Fotos mit der neuen Nikon P7000. Später im Hotel werde ich bezüglich der Qualität dieser Fotos wirklich überrascht sein.

Als wir kurz vor San Francisco sind überlegen wir, ob wir uns ein Motel suchen, das Gepäck abladen und dann in die City fahren sollen. Wir entscheiden uns dagegen. So wirklich toll sieht es nicht aus und wir beide mögen eigentlich keine Mega-Cities. Also folgen wir immer brav dem Highway No. 1 bis wir endlich an der Golden Gate Bridge sind. Am nördlichen Ende der Brücke steuern wir den Aussichtspunkt an. Das Wetter ist leider sehr durchwachsen und von klarer Fernsicht kann wirklich keine Rede sein. Also machen wir ein paar Knipsbilder und fahren weiter.

Die Copilot-Software kennt ein paar Motels unten in Sausalito. Wir steuern einfach mal das Gable Inn an. Es sind sogar Zimmer frei. Ich miete für 159$ plus Steuern ein Zimmer mit offenem Kamin, zwei schönen großen Sprossenfenstern und einem riesigen Flachbild-Fernseher. Schön ist es hier!

Nach dem Check-In geht es ein paar hundert Meter zurück, es gibt eine gute Pizza. Nach einem kleinen Rundgang durch den Hafen sind wir glücklich und zufrieden in unserem Zimmer und sichten die Fotos des Tages. Später drehen wir sicher noch eine kleine Runde durch diesen wirklich schönen Ortsteil von San Francisco.

Das ist mein persönliches „Foto des Tages“ – WHY WALK – Ja, warum eigentlich…

Update um 22h…

Wir haben hier tatsächlich noch eine kleine Kneipe gefunden in der es heute Live-Musik gibt. Über die Qualität dieser Musik kann man sicher vortrefflich streiten :-)

Aber seht selbst…

Auf dem Rückweg ist mir dann noch dieses Bild in einer der vielen Kunstgalerien aufgefallen.

Hier ist noch eine nächtliche Impression dieses schönen Motels.

Ok, bis morgen! Gute Nacht :-)


Auf nach San Francisco

Die Verlängerung im Sea Breeze Inn war kein Problem. Der gestrige Tag war großartig und nun packen wir schon mal wieder unsere sieben Sachen zusammen und ziehen weiter. Heute soll es in Richtung San Francisco gehen. Wo wir genau landen wissen wir nicht nicht, es bleibt also spannend.

Gerade fällt mir noch was ein. In den letzten Tagen gab es immer wieder Stress beim Tanken und bezahlen mit der Kreditkarte. Woran es liegt weiß ich nicht genau, vielleicht an der neuen Kreditkarte. Jedenfalls ist ein „Prepay at the pump“ damit nicht mehr möglich. Mal muss ich eine Postleitzahl eingeben um mich zu authentifizieren, mal meine PIN. Die Deutschen Postleitzahlen kennen die US Amerikanischen Zapfsäulen natürlich nicht. Komische Weise bin ich auch mit meiner PIN mehrfach nicht weiter gekommen.

ALSO ACHTUNG!!

Wer spät in der Nacht mit wenig Sprit unterwegs ist sollte also drauf achten, dass auf seinem Weg eine „bemannte“ Tankstelle ist!

Das ist die für heute geplante Route:


Welcome to Big Sur

Nach dem Frühstück packen wir mal wieder unsere Koffer zusammen. Ich bringe schon einmal alle schweren Sachen nach unten. Als ich noch das Notebook und die Fotosachen holen will komme ich nicht mehr uns Zimmer hinein. Mist, die Karten sind schon gesperrt, dabei haben wir doch erst 10h45… Also im strömenden Regen rüber ins andere Haus, die Karten wieder entsperren lassen. Nun klappt es prima, in ein paar Minuten ist alles im Auto verstaut. Ich gebe kurz die Karten ab und dann geht es schon los auf dem wunderbaren Highway No. 1 in Richtung Norden.

Leider ist das Wetter eher gruselig. Es ist nasskalt und durch den Nieselregen kann man nicht wirklich weit sehen. Nach ein paar Kilometern sehen wir einen Reiher gleich neben einem Parkplatz stehen. Ich steuere das Auto instinktiv auf den Parkplatz und wir fangen an mit wilden Verrenkungen die langen Teleobjektive vom Rücksitz zu finden. Als ich dann endlich das 2.8/70-200 samt 1.7x Teleconverter an meine D300 montiert habe, ist das Federtier natürlich weg, was auch sonst.

Etwas frustriert fahren wir weiter, die Kamera habe ich jetzt schussbereit auf den Beinen liegen. Dann sehen etwa sechs Reiher wie die Perlen auf der Schnur auf einem Zaun neben der Straße sitzen. Wir wenden und fahren langsam zurück. Die Tiere sind sehr scheu und fliegen schnell weg, aber ein paar Fotos können wir noch durch das geöffnete Seitenfenster machen. Leider regnet es so stark, dass im Auto gleich alles nass wird, was für ein Wetter.

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Es geht weiter, nur steht das Auto jetzt in der falschen Richtung. Ich fahre also ein ganzes Stück zurück, bis ich auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine kleine Einbuchtung sehe. Mitten auf der Straße sind zwar zwei gelbe durch gezogene Linien, aber das ist mir in diesem Augenblick noch egal. Als wir in der Einbuchtung stehen, ist direkt vor uns ein kleines Kälbchen, dass es irgendwie geschafft hat sich neben dem Tor das zur Weide führt einen Weg durch den Stacheldraht zu bahnen. Das arme Tier ist total verschreckt als wir mit dem Auto ankommen. Es brüllt ein wenig und reißt sich am Stacheldraht los. Nun ist es gefährlich nahe an der Straße, der Grünstreifen ist vielleicht drei Meter breit. Von links und rechts kommen Autos, irgendwann kann ich ein Stück zurück setzen und in der richtigen Richtung weiterfahren. Dabei sehe ich im Spiegel ein großes Polizeifahrzeit. Au Backe, wie lange war der da wohl schon, hat er gesehen wir ich die doppelte Linie überquerst habe, gibt das jetzt Ärger?

Im Rückspiegel sehe ich dann wie die blau/roten Lichter des Polizeifahrzeugs aufleuchten und mir rutscht gleich das Herz in die Hose, jetzt bloß keinen Stress mit der Polizei! Aber der Polizist scheint sich mehr Sorgen um die kleine Kuh zu machen. Wenn dieses Tier auf die Straße läuft und dort von einem Auto erfasst wird, das könnte wirklich ganz arg übel ausgehen.

Ok, noch mal gut gegangen! Wir sind wieder unterwegs. Ein paar Minuten später sind dann wieder ein paar Reiher rechts im Feld, ich fahre kurz an den Seitenstreifen und Sandra hat Gelegenheit für ein paar Fotos, dann sind die scheuen Tiere auch schon wieder fort. Mir fällt dann auf der anderen Seite ein kleiner Seelöwe auf, er kriecht durch die Sanddünen und ruft ganz verzweifelt. Ob er sich wohl verirrt hat? Kurz danach ist dann ein Parkplatz vor dem man gleich eine ganze Seelöwen-Kolonie sehen kann. Es ist Paarungszeit und die Tiere sind miteinander sehr beschäftigt :-)

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Nach einer halben Stunde und etwa 400 Fotos bin ich dann ziemlich nass und meine Kamera auch. Aber es ist eine Nikon und sie hat schon viel viel mehr erlebt! Später im Motel werde ich mit der Beute ganz zufrieden sein.

Das Wetter wird derweil eher schlimmer statt besser. Es geht den Highway No. 1 entlang und wir können das Meer kaum sehen. Der für mich schönste Teil der Urlaubsreise fällt heute buchstäblich ins Wasser, ich bin frustriert! Aber dann reißen die Wolken ganz kurz auf und wir haben einen großartigen Blick auf einen der Klassiker dieser Strecke.

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Mein “BILD DES TAGES”.

Etwa 30 Kilometer später sehen wir am rechten Straßenrand eine Kunstgalerie samt Café – das ist jetzt genau richtig! Es gibt einen Cappuccino und ein offenes WLAN – super! Ich kann kurz meinen Status bei facebook posten und ein kleines Foto anhängen.

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Nach einem Plausch mit der Verkäuferin unten in der Galerie geht es dann im strömenden Regen weiter. Als wir kurz darauf Big Sur erreichen haben wir beide eigentlich keine Lust mehr noch weiter diese wunderbare Strecke im Regen zu “verschwenden”. Am Riverside Inn Motel halten wir mal an und es ist sogar ein Zimmer frei. Das kostet 85$ plus Steuern. Nebenan ist ein Restaurant und nachdem das Auto mal wieder ausgeladen ist gibt es dort einen leckeren Hamburger, was auch sonst. Ok, es geht auch anders, Sandra bestellt sich ein Art Hotdog-Brötchen mit gegrilltem Lachs, das sieht wirklich gesund aus! Im Restaurant gibt es ein offenes WLAN, das ist hier alles ganz praktisch. Später drüben in unserem kleinen Holzhäuschen haben wir dann aber keinen Empfang. Also BLOGGEN wir mal ins Blaue hinein, vielleicht gehen wir ja später noch auf ein Bierchen rüber und nehmen unsere Notebooks mit.

So schlecht war dieser Tag gar nicht und morgen sind wir schon fast in Carmel bzw. Monterey. San Francisco ist dann nur noch eine Stunde mit dem Auto entfernt. Ob wir es schaffen bei wunderschönen Sonnenschein über die Golden Gate Bridge zu fahren? Na, wir werden es ja sehen…

Update am nächsten Morgen.

Die Nacht war für Sandra ein Strapaze. Das Bett ist relativ schmal, etwa 140cm wird es haben und es schaukelt wie ein Schiff wenn man sich umdreht. Da ich ein eher “unruhiger Schläfer” bin, tut sie kein Auge zu. Die Holzhütte hat so dünne Wände, man kann die Nachbarn reden hören – selbst ich kann das – und das will was heißen! Draußen zischen auch nachts alle paar Minuten die Autos vorbei, wir sind direkt am Highway No.1 – und wenn man mal auf die Karte schaut, ist das hier weit und breit die einzige größere Straße! Dann springt nachts immer wieder die kleine Elektroheizung in der Wand an. Ich frage mich, ob es vielleicht ein weltweite Verschwörung sein könnte, dass in allen Gästezimmern dieser immer irgendwo ein kleiner ratternder Ventilator sein muss.

Um kurz nach 8h hält Sandra nichts mehr im Bett, wir ziehen uns schnell an und wandern hinüber zum Restaurant auf der anderen Straßenseite. Dort gibt es ein nicht wirklich cholesterinarmes Frühstück. Sandra fühlt sich, als wäre sie mit einem Baseballschläger getroffen worden. Dementsprechend ist ihre Laune. Wir bekommen einen schönen Tisch am Fenster zugewiesen. Und es gibt ein WLAN! Während ich in den letzten Neuigkeiten bei facebook stöbere scheint mir plötzlich die Sonne volle Kanone ins Gesicht. Und kurz zuvor habe ich meinem Freund Fabian noch geschrieben, dass er den Mut nicht verlieren soll und dass es selbst im sonnigen Kalifornien mal vorkommt, dass es regnet. Kaum ist der Kommentar bei Facebook gelandet, scheint mir so brutal die Sonne ins Gesicht, dass ich mir vorkomme wie im Sommerurlaub. Vielleicht ist das ja ein Zeichen! Vielleicht wird heute für alle unglücklich verliebten Menschen auf der Erde alles gut?

Ok ok, ich kann es auch nicht wirklich glauben. Die ewige Suche der Männer nach der perfekten Frau und der Frauen nach dem perfekten Mann wird weitergehen, daran kann auch die Sonne in Kalifornien nichts ändern. Schade eigentlich…

Ich habe hier noch ein paar Handyfotos dieses ganz witzigen Ortes.

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Früh am Morgen auf unserer Veranda.

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Die farbigste Tankstelle im Westen!

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Gesundes Frühstück, viel Fett, wenig Vitamine – da träumt jedes Kind davon….

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Den Pool nutzt heute sicher niemand…

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Es ist “Vorsaison”…

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Das Restaurant hat einen offenen Kamin, drin ist es wirklich urig. Sehr gemütlich und der Kamin trägt sehr zu dieser Atmosphäre bei.

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“Die letzte Tankstelle vor der Autobahn” – ok, für die nächsten 22 Meilen…

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Hier gibt es sie noch die öffentlichen Telefone. Scheinbar klappt es mit dem Mobilfunk hier am anderen Ende der Welt noch nicht so gut, dass man die alle ausrangieren könnte.

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Das ist unser hässliches Auto, es ist etwa so aerodynamisch wie ein Ziegelstein. Der Motor har 3 Zylinder und 3,7 Liste Hubraum. Gibt man mal ordentlich Gas macht die Kiste einen Lärm, das ist schlichtweg beängstigend!

Ich gehe dann gleich mal mit den Notebook hinüber zum Restaurant, da kann ich dann diesen Artikel veröffentlichen.


Good bye Malibu

Als ich um 7h die Augen öffne scheint mir die Sonne ins Gesicht, was für ein schöner Tag. Im Bett wird ganz kurz gebloggt, dann gibt es gleich Frühstück nebenan im „Plate“. Danach wollen wir weiter in Richtung Cambria. Via Google-Maps habe ich gesehen, dass es dort wirklich viele Motels gibt. Bei Google-Streetview kann man sehen, dass sie fast alle direkt am Meer liegen. Ich bin wirklich gespannt auf dieses kleine Örtchen.

So etwa könnte unsere Route aussehen:

Auf meiner abendlichen „Erkundungstour“ habe ich zwei Stauseen in den Bergen entdeckt. Via Google-Streetview kann man sich die Seen und die Umgebung recht schön ansehen. Je nach Lust und Laune werden wir mal schauen ob wir einen dieser Seen ansteuern.

Der größere der beiden Seen heißt Lake Casitas und liegt westlich von Oak-View. Zumindest via Google-Earth sieht er ganz ansprechend aus…


Ridgecrest nach Malibu

Nach dem Frühstück geht es von Ridgecrest über Santa Monica nach Malibu Beach. Dort finden wir ein schönes Motel und gleich nebenan gibt es ein tolles Mittagessen. Das Motel kostet 336 $ für zwei  Nächte, inkl. Steuern. Das Mittagessen im „Plates“ nebenan inkl. Trinkgeld und Steuern 60$.

Was mir gerade einfällt, der Sprit ist hier inzwischen recht teuer geworden. Konnte man 2009 noch eine Gallone für etwa 3$ tanken, so kostet „Premium“ mit 91 Oktan jetzt schon 4,135$ je Gallone – umgerechnet sind das etwa 80 Euro-Cent pro Liter Benzin.

Dies ist das Motel: http://www.themalibumotel.com

Zurück im Motel schreibe ich einen schönen langen ausführlichen Tagesbericht. Als ich ihn dann speichern will steht der Webbrowser ziemlich lange Zeit einfach still. Nichts geht, alles ist desolat – danach ist mein Artikel futsch – manchmal ist das alles ein Griff ins Klo…

Also hier mein zweiter leicht entnervter Anlauf – viel viel weniger Text und nur ein paar Knipsbilder aus dem Handy. Später wollen wir zum Santa Monica Pier – mal sehen ob ich davon werde berichten können…

Hier noch die Ansicht des Motels aus Google Streetview:

Hier ist der Track:

Hier habe ich die KMZ-Datei abgelegt – für alle die mal via Google Earth einen Routenflug machen möchten :-)

Update am Abend

Nach einer kleine Pause im Motel geht es etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang die paar Kilometer zurück zum Santa Monica Pier. Wir parken direkt neben dem Pier auf einem bewachten Parkplatz, das kostet pro angefangenen Tag 6$.

Zu Fuß und bewaffnet mit der Nikon D300 und einem großen Carbon-Stativ geht es auf die andere Seite, ich möchte den Pier im Gegenlicht vor der untergehenden Sonne fotografieren. Und ich bin nicht der Einzige der das vor hat. Ständig laufen irgendwelche Leute ins Bild, es ist zum Haare raufen.

Aber letztlich entstehen noch ein paar nette Fotos und Sandra und ich machen ganz zufrieden noch eine kleine Runde über diese Sehenswürdigkeit die schon in so vielen Filmen aufgetaucht ist. Kurz vor der Abfahrt gibt es noch zwei Hotdogs für zusammen 8$ – es ist nicht billig hier! Zurück am Motel packen wir schnell alles aus und gehen hinüber in „Plates“. Ich frage kurz nach und wir dürfen auch nur ein Glas Wein trinken – perfekt – wir wählen einen 2005er Chabernet Sauvignon von einem Weingut in der Nähe – bei den Dimensionen können das schon mal ein paar hundert Meilen sein :-)  Der Wein ist vorzüglich und wir lernen auch noch den netten Kellner kennen. Er ist seit jetzt seit 18 Jahren hier, eigentlich ist er der Sohn zweier Italiener und ist in Argentinien aufgewachsen. Das Restaurant gehört übrigens zwei Österreichern die auch noch andere Restaurants betreiben. Eines haben sie wohl dem Governator Arnold Schwarzenegger abgekauft. Es ist echt eine exklusive Gegend hier. Man sieht das auch an den Autos, Ferraris, Mercedes SLR, Lamborghini, es gibt nichts was es nicht gibt – und wir sind mit unserem komischen Dodge Nitro mittendrin, was für ein Kontrast :-)

Hier noch zwei Bilder die eben am Santa Monica Pier entstanden sind:

 

 


Death Valley II

Nach einer langen fröstelnden Nacht tut die heiße Dusche am Morgen richtig gut. Danach wird gebloggt und gegen 9h schauen wir uns bei Google Maps an, wo man in Beatty ein Frühstück bekommt. Es geht los, zu Fuß! Für Amerikaner vollkommen unüblich – aber wir sind ja auch keine Amerikaner – jedenfalls noch nicht :-)

Wir gehen die Straße hoch, genau die über die wir am Vortag das erste Mal in dieses kleine Dorf gekommen sind. Aber irgendwas ist falsch, das Restaurant das wir erwarten kommt einfach nicht, statt dessen ist dort nur Gestrüpp. Hm, was haben wir falsch gemacht? Wir kehren um, Sandra wird langsam motzig weil sie richtig heftigen Hunger hat. Wir passieren unser Motel und wandern in der anderen Richtung weiter. Die Eatery, der Saloon, alles hat noch geschlossen, dann fällt uns auf der anderen Straße eine Touristeninformation auf. Dort fällt es uns dann wie Schuppen aus den Haaren, der Grill den wir suchen ist an der Straße die nach Süden führt, nicht an der Straße die nach Westen geht – wie konnten wir uns nur so vertun… Unverzeihlich…

5 Minuten später sitzen wir bei einem Kaffee in einem etwa warzigen kleinen Kaffee. Das Frühstück kommt schnell, es gibt Bratkartoffeln mit Rührei und Schinken – richtig Cholesterinarm ist das :-)

So gut gestärkt geht es nach einem kleinen Zwischenstopp dann wieder los. Wir hören Musik über mein Handy, das wir mit einem Kabel an das Radio angeschlossen haben. Zwar ist in dieses Auto ein Sirius-Satellitenradio eingebaut, aber man kann nur Kanal 189 von 200 Kanälen hören. Immer wenn wir versuchen einen anderen Kanal zu wählen steht im Display, dass wir eine Telefonnummer anrufen sollen um das Radio frei zu schalten, wie blöd ist das denn… Ich sehne mich nach dem schwarzen Jeep vom letzten Jahr zurück… Aber in meinem Handy steckt eine 32GB Micro-SD Karte und da passt echt viele Musik drauf! Wir hören die Coors – Live bei MTV – die Laune ist gut und die Landschaft wirklich weit und farbenfroh. Um mal was neues auszuprobieren nehmen wir die Straße nach Norden bis wir nach etwa 40 Kilometern links in Richtung Scotty’s Castel abbiegen. Sofort wird der Asphalt schlechter, die Kurven werden enger, aber unserer Laune tut das keinen Abbruch.

Nach einem kleinen Zwischenstopp bei einer verlassenen Goldmine finden wir eine halbe Stunde später auf der rechten Seite mitten im Nichts Scotty’s Castle. Auf dem Parkplatz steht eine BMW neben der anderen. Alles Enduros, fast alles Boxer, alle mit US-Kennzeichen! Die folgenden Bilder sind übrigens fast alle mit der kleinen Nikon P7000 gemacht!

Scotty’s Castle hat es uns angetan, wir schleichen um das Gebäude und knipsen ein Detail nach dem Anderen. Wie verrückt muss dieser Scotty eigentlich gewesen sein.

Bei einer kurzen Recherche finde ich dann diese Geschichte:

http://www.kalifornien.citysam.de/death-valley-sights.htm

Scotty’s Castle ist ein einzigartiger Ort im Norden von Death Valley: In den 1920er Jahren ließ der Chicagoer Geschäftsmann Albert Johnson dieses burgartige Haus mitten in der Wüste errichten und investierte auf Anraten des Abenteurers Walter Scott (besser bekannt als „Death Valley Scotty“) in eine Goldmine. Obwohl es damals in Death Valley noch nicht einmal Straßen zum Transport des Baumaterials gab, konnte der Bau fast beendet werden. Erst der Börsenkrach des Jahres 1929 versetzte dem Bauvorhaben einen herben Rückschlag, denn Albert Johnson verlor fast sein gesamtes Vermögen und finanzierte den Prunkbau nicht weiter.

Noch heute befinden sich einige Teile von Johnsons Einrichtung im Haus. Den Namen erhielt das Anwesen, da der gewiefte Geschichtenerzähler Death Valley Scotty stetig behauptete, das Haus gehöre ihm. Irgendwann glaubten die Leute seine Geschichte und die Villa erhielt ihren heutigen Namen. Scotty’s Castle erkundet man am besten im Rahmen einer der Führungen.

Ok, so war das also, der Scotty hat immer nur erzählt, dass es sein Castle war :-) Schlitzohr…

Von Scotty’s Castle geht es dann in südlicher Richtung über die „Scotty’s Castle Road“. Wir machen einen kleinen Abstecher zum Ubehebe Krater.

Auf dem Rückweg wird die Straße eng und kurvig und während wir ein paar Fotos am Straßenrand machen jagen ein Krankenwagen und ein Feuerwehrwagen an uns vorbei. Später sehen wir dann was los ist. Ein PKW ist ins Schleudern gekommen und hat sich überschlagen. Der Fahrer sitzt ziemlich geschockt auf der verbeulten Motorhaube. Mit einem Kloß im Hals geht es weiter bis wir wieder Anhalten und fast zwei Stunden lang den Abendhimmel fotografieren der sich von Minuten zu Minute anders darstellt. Was für eine Schauspiel und es ist jeden Tag neu und völlig kostenlos! Neben der Tatsache, dass wir alle sterben müssen ist auch das wahre Gleichberechtigung für uns alle!

Als das Schauspiel vorbei ist fahren wir zurück nach Beatty. Wir laden alles aus und gehen rüber in die Eatery die jetzt geöffnet hat. Eine kleine nette Kellnerin erzählt und gleich ganz fröhlich was es alles auf der Tageskarte gibt. Wir verstehen nur Bahnhof. Sie wiederholt alles, aber nicht weniger schnell, wir verstehen immer noch nichts. „Do you speak english?“ fragt ist uns – wie peinlich „Yes, a little bit…“ Sie grinst und spricht nun ganz ganz langsam, so können auch wir verstehen worum es geht. Aus den verdorbenen Mägen der vergangenen Jahre habe ich gelernt, dass es in kleinen Läden wie diesem meist eine gute Idee ist das Tagesgericht zu wählen. Das ist meist frisch und macht in der Regel nicht für 2-3 Tage krank. Also bestellen wir uns das Tagesgericht. Als es dann kommt sind wir beide ein wenig überrascht, ganz so hatten wir uns das nicht vorgestellt, sie hat wohl doch nicht langsam genug gesprochen. Aber die beiden Stücke Brot mit Truthan und Gemüse sind wirklich lecker. Dazu gibt es ein Sierra Nevada Bier. Der ganze Spaß kostet inkl. Steuern und Trinkgeld 23 $ – also etwa 18 Euro – da kann man wirklich nichts gegen sagen…

Im Motel wird gebloggt und dann werden wir wohl um 21h im Bett liegen. Morgen wird eine langer Tag, wir wollen in Richtung Los Angeles weiterfahren. Mal sehen wie weit wir kommen.


Frühstück im Tal des Todes

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Die Nacht war sowas von still, ok ich selbst höre ja eh nicht mehr so gut, aber Sandra sagt, dass man eine Stecknadel hätte fällen hören. Um 7h30 gibt es Frühstück, das ist natürlich nicht im Preis enthalten. Womit wir bei unangenehmen Teil des ersten Tages wären. Die Übernachtung in diesen wirklich schönen Hotel kostet 340$, dazu kommen 50,88$ Steuern, 24h Internet 10,95$, Zwei Suppen, ein Salat, ein Steak, ein Bier ein Rotwein inklusive Trinkgeld 100$, das Frühstück nochmal knapp 40$. Wenn das so weiter geht, bin ich in ein paar Tagen pleite… Ach ja, der Eintritt in den Nationalpark kostet auch noch 20$, ein Auto, 7 Tage.

@Wolfgang: Wir haben vergessen den 80$ National Park Pass zurück zu tauschen :-(

Abgesehen von den heftigen Preisen ist es aber doch ganz schön.

Nörgeln könnte man noch wegen des Mietwagens. Eigentlich hatte ich einen Jeep Grand Cherokee erwartet. Der steht auch auf allen Unterlagen. Bein letzten Mal hat auch alles super geklappt, diesmal können wir uns ein Auto aussuchen, oder besser, MÜSSEN!! Es gibt nur komische Kias und einen Dodge Nitro. Ich erinnere mich noch, dass Marcus mal so eine Kiste gemietet hatte. Er sieht auch ganz gut aus, aber nach den ersten Kilometern wird mir klar, diese Kiste war ein Griff in Klo… Schlechtes Fahrwerk, laut wie die Hölle, da war der Jeep ne Luxuskarre…

Aber mal abwarten, vielleicht gewöhnt man sich ja auch daran.

Nun müssen wir das Zimmer räumen, mal sehen wohin es uns heute verschlägt.


Abflugbereit

Die Nacht war unruhig und um 6h bin ich froh, dass ich endlich aufstehen darf. Um kurz vor 7h sind wir schon fertig, das Taxi (06131 910910) steht nach ein paar Minuten vor der Türe, super!

Ein Abflug am Sonntagmorgen ist überaus entspannt, besonders wenn man sich der schweren Koffer schon erledigt hat. Über leere Straßen geht es im ersten Morgenlicht zum Flughafen. Als wir um 7h25 dort eintreffen ist unser Gate noch nicht wirklich ausgeschildert. Also warten wir nach der Passkontrolle noch eine Weile. Während dessen fällt mir auf, dass ich zwar immer 8h20 gesagt bekommen habe und das auch wiederholt habe. In meinem Kopf hat sich aber 20 Minuten VOR 8h eingebürgert nicht NACHT 8h. Wir sind also viel zu früh!!

Als das Gate C6 endlich auf der Anzeigetafel bekannt gegeben wird geht es zur Sicherheitskontrolle. Dort ist die Hölle los, eine wirklich lange Schlange, kreischende Kleinkinder, es ist wie im Film. Wo wir schon wieder beim Thema wären – FILM – in meinem Rucksack stecken 12 Dosen Kleinbildfilm. 6x Fuji Velvia 50 und 6x Kodak Ektar 100. Mir ist nicht klar ob sie bei einer der letzten Reisen mit dabei waren und ich weiß auch nicht, ob sie schon mal in einer dieser Röntgenanlagen waren. Filme kumulieren die absorbierte Röntgenstrahlung. Ein oder zwei mal ist es in der Regel kein Problem, aber wenn sie immer wieder durchleuchtet werden sind sie irgendwann einfach hin!

Auf der linken Seite des Sicherheitschecks ist eine Tür zum Raum mit dem Feinstaubscanner. Ich stelle mich also links an und bitte die nette junge Dame ganz ganz höflich, ob sie einen ihrer Kollegen bitten könnte meine Filme manuell zu prüfen. Die Filme habe ich aus den Kartons heraus geholt. Sie stecken nun in den halb transparenten Plastikdosen. Alles zusammen in einer dieser Melitta-Gefrierbeutel mit dem praktischen ZIP-Verschluss. Der Chef der netten Dame kommt, schnappt sich meine Tüte und hat volles Verständnis. Die Filmdosen werden genau beäugt und es wird eine kleiner Feinstaubabstrich gemacht. Der Feinstaubscanner gibt Entwarnung. Als mein schwerer Fotorucksack aus dem Röntgengerät kommt muss ich ihn öffnen, es wird noch eine Feinstaubprobe genommen. Hier ist alles ganz ganz sicher!!

Nach der Sciherheitskontrolle kommen wir in einen isolierten Wartebereich, nun gibt es kein vor und kein zurück. Keinen weiteren Kontakt zur Außenwelt und keine Möglichkeit etwas mit anderen als den Fluggästen auszutauschen. Sicherer geht es meiner Meinung nach gar nicht :-)

Kaum sind wir dort angekommen, vermisst Sandra ihre Brille. Ein Adrenalinschub befördert sie mit WARP-Geschwindigkeit zurück zur Sicherheitskontrolle. Die Brille ist irgendwie herunter gefallen und sie ist wirklich froh, dass sie noch heil ist! Wir haben Hunger, es gibt ein Regal mit ein paar Süßigkeiten und Softdrinks. Sandra kauft einen Hanuta und eine Cola – das tut gut.

Um 9h10 ist noch keine Bewegung in Sicht, in 20 Minuten sollen wir starten. Ob Sandras Prognose aufgeht, dass das nicht zu schaffen ist? Mir soll es egal sein, solange wir heil in Las Vegas ankommen und so habe ich Zeit noch etwas für meinen BLOG zu schreiben.