{"id":5570,"date":"2011-12-21T15:16:37","date_gmt":"2011-12-21T14:16:37","guid":{"rendered":"http:\/\/anscharius.wordpress.com\/?p=5570"},"modified":"2011-12-21T15:16:37","modified_gmt":"2011-12-21T14:16:37","slug":"nikon-d700-tierfotografie-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/?p=5570","title":{"rendered":"Nikon D700 &#8211; Tierfotografie Teil II"},"content":{"rendered":"<p><strong>Tierfotografie mit der Nikon D700 und dem 4\/200-400 &#8211; Teil II<\/strong><\/p>\n<p>Lange Brennweiten geh\u00f6ren zur Tierfotografie wie die Schale zum Ei. Doch lange Brennweiten allein erm\u00f6glichen noch keine sch\u00f6nen Tierfotos, die maximale \u00d6ffnung der langen Teleobjektive und die Abbildungsqualit\u00e4t bei offener Blende sind weitere sehr wesentlichen Einflussfaktoren. Landl\u00e4ufig wird ein Objektiv mit gro\u00dfer \u00d6ffnung auch als \u201elichtstark\u201c bezeichnet. Jeder der schon einmal auf der Suche nach einem lichtstarken Teleobjektiv mit langer Brennweite war wei\u00df, die Dinger werden sehr schnell sehr schwer und sehr teuer!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/12\/dsc_5742.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-5571\" title=\"DSC_5742\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/12\/dsc_5742.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"411\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ein wirklich guter Kompromiss zwischen Preis, Gewicht und Leistung ist das Nikon AF-D VR 80-400mm. Es ist schon ein wenig betagt, aber man kann damit auch heute noch gute Fotos machen. Eigentlich hat es alles was man braucht, allerdings ist kein Ultraschall-Antrieb f\u00fcr den Autofokus eingebaut. Da es kein AF-S Objektiv ist, muss der Autofokusmotor der Kamera den Autofokus antreiben, also so richtig mechanisch mit kleinen Wellen, Zahnr\u00e4dchen und einem kleinen Getriebe. Das alles funktioniert nicht ganz so schnell wie bei einem AF-S Objektiv, aber es wiegt auch weniger und ist deutlich preiswerter. Allerdings hat nicht jede Kamera einen Autofokusmotor eingebaut! Mit dem Siegeszug der AF-S Objektive hat Nikon dieses Feature bei vielen preiswerten kleineren Kameras ersatzlos gestrichen. Wer also das AF-D 80-400mm kaufen m\u00f6chte, sollte zun\u00e4chst pr\u00fcfen, ob seine Kamera einen Autofokusmotor hat! Das erkennt man daran, dass aus dem Bajonett eine kleine bewegliche Welle herausragt, die an der Spitze ein wenig abgeflacht ist. Nicht mit dem Verriegelungsstift f\u00fcr das Bajonett verwechseln!!<\/p>\n<p>Wer eine bessere Abbildungsqualit\u00e4t, einen schnelleren Autofokus, mehr Lichtleistung und die M\u00f6glichkeit zur Verwendung hochwertiger Teleconverter will, der k\u00f6nnte das Nikon AF-S VR 4\/200-400mm kaufen. Es ist allerdings auch ein gro\u00dfes schweres teures Monstrum! Aber besonders in Verbindung mit dem Teleconverter Nikon TC-17EII hat man ein hochwertiges Teleobjektiv, das bereist bei offener Blende scharfe Bilder liefert.<\/p>\n<p>In Verbindung mit der Nikon D700 hat man hier im Grunde genommen ein ideales \u201ePaar\u201c f\u00fcr die Tierfotografie. Die guten Leistungen der Objektiv-Kombination flankiert die D700 mit geringem Bildrauschen bei hohen ISO-Werten.<\/p>\n<p>Nun m\u00fcssen nur noch die wilden Tiere her! Genau das ist auf den Kanaren ein Problem, entweder schwimmen die wilden Tiere im Meer oder sie leben in einem Zoo oder Tierpark. Ansonsten gibt es hier nur V\u00f6gel, Eidechsen und Kaninchen. Keine Rehe, keine Wildschweine, keine W\u00f6lfe, keine B\u00e4ren, kein nichts&#8230;<\/p>\n<p>Also fahren wir mal in den Jungle Parque und schauen uns dort die Tiere an. Wirklich beeindruckend sind die Wei\u00dfkopf-Seeadler auch Fish-Eagle oder American-Eagle genannt. Aber gleich sie sind auch scher zu fotografieren. Denn meist ist gerade das helle Gefieder des Kopfes v\u00f6llig \u00fcberstrahlt und auf den Fotos nicht viele mehr als eine strukturlose wei\u00dfe Fl\u00e4che. Was kann man da tun?<\/p>\n<p>Tipp 1 &#8211; Fotografieren im RAW-Modus<\/p>\n<p>Der Tonwertumfang im RAW-Modus ist ungleich gr\u00f6\u00dfer als im JPG-Modus. Bei der RAW-Konvertierung l\u00e4sst sich meist aus dunklen oder auch augenscheinlich viel zu hellen Bildbereichen noch allerhand herausholen. Doch auch das hat seine Grenzen.<\/p>\n<p>Tipp 2 &#8211; Belichtungsmesser korrigieren<\/p>\n<p>Oft werden Bilder dieser Tiere besonders gut, wenn man den Belichtungsmesser um\u00a0 etwa -0.7EV (EV = Exposure Value = Blendenwert) korrigiert. Also etwa unterbelichten. Bei Menschen ist es meist bl\u00f6d wenn sie unterbelichtet sind, bei Foto ist es oft wirklich gut :-)<\/p>\n<p>Tipp 3 &#8211; Auf das Licht achten.<\/p>\n<p>Besonders in den Morgen- und Abendstunden ist das Licht milder und die Fotos werden besser weil die Kontraste weniger heftig sind. Alternativ kann man manche Tiere auch im Schatten fotografieren! Da hier weniger Licht ist, helfen h\u00f6here ISO-Werte so um ISO-800 scharfe nicht verwackelte Bilder zu erzielen.<\/p>\n<p>Tipp 4 &#8211; Die Spotmessung verwenden<\/p>\n<p>Viele Kameras bieten die M\u00f6glichkeit, dass man einzelne Autofokus-Messfelder mit der Spot-Belichtungsmessung koppeln kann. Dies bringe besonders bei wirklich schwierigen Motiven oft sehr gute Ergebnisse. Aber der \u00dcberraschungseffekt ist auch sehr hoch, wenn die Kamera andere als die gew\u00fcnschten AF-Messfelder verwendet.<\/p>\n<p>Ich entscheide mich heute f\u00fcr die Matrix-Belichtungsmessung mit einem Korrekturfaktor von -0.3 bis -1.3EV &#8211; je nach Motiv. Dazu wird im RAW-Modus fotografiert und ich achte falls m\u00f6glich auf wei\u00dfes Licht an schattigen Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Dann kommt die gro\u00dfe Flugshow. Was nun, statt der relativ ruhig sitzenden Tiere sausen sie nun durch die Luft?!?! Hier ist oft der kontinuierliche AF nicht schnell genug oder das AF-System kann die fliegenden Adler, Geier und was nicht alles nicht vom Hintergrund unterscheiden. Was tun? Hier hilft nur eines, viele viele Bilder schie\u00dfen und sp\u00e4ter aussortieren und den Autofokus-Speicher benutzen!<\/p>\n<p>Besonders Tiershows laufen immer wieder nach dem gleichen Muster ab. Schaut man sich die erste Show an wei\u00df man recht genau was 2-3 Stunden sp\u00e4ter erneut gezeigt werden wird. Statt zu versuchen einfach alles zu fotografieren (dabei entsteht meist KEIN wirklich gutes Foto) sollte man sich auf einzelne Abschnitte konzentrieren.<\/p>\n<p>Wenn man wei\u00df, dass ein Adler w\u00e4hrend der Show eine bestimmte Route zwischen zwei Falknern abfliegt, so schl\u00e4gt die Stunde der AF-L Taste! Auto-Fokus-Lock &#8211; dieses Zauberwort erleichtert vieles! Bevor das Federviech los fliegt peilt man mit dem Teleobjektiv einen der Punkte am Boden an den es \u00fcberfliegen wird. Dann h\u00e4lt man die AF-L Taste gedr\u00fcckt oder schaltet ggfs. sogar den Autofokus ab. Nun hei\u00dft es warten und geduldig sein. Fliegt der Adler los, verfolgt man ihn mit der Kamera und schie\u00dft in der N\u00e4he der Position f\u00fcr die man den Fokuspunkt gespeichert hat eine Serie von Bildern.<\/p>\n<p>Diese Serie sollte so schnell wie m\u00f6glich sein und es sollten so viele Bilder wie m\u00f6glich sein. Mit etwas Gl\u00fcck ist dann ein brauchbares Bild dabei.<\/p>\n<p>Ich schaltet in diesen Situationen das Speichern der zus\u00e4tzlichen JPG-Vorschaubilder ab. Gute Erfahrungen habe ich bei der D700 auch mit der verlustfreien Komprimierung der RAW-Bilder gemacht. Es scheint mir, als w\u00fcrde die D700 schneller Komprimieren als sie auf den CF-Karten speichern kann, dann ist es ein Geschwindigkeitsvorteil. Alle Bildkorrekturen usw. schalte ich aus, das kann man sp\u00e4ter bei der RAW-Konvertierung erledigen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem braucht die D700 damit sie schnell wird einen zus\u00e4tzlichen Batteriegriff. Den habe ich von meiner D300 und von meiner D2x gibt es mehrere leistungsstarke gro\u00dfe Lithium-Ionen-Akkus. Das ist ein perfekte Kombination!<\/p>\n<p>Bei einzelnen Kameras wie bspw. der Nikon D300 kann man au\u00dferdem \u00fcberlegen, ob man den RAW-Modus von 14 auf 12-Bit Farbtiefe reduziert. Das bringt speziell bei der D300 nochmals einen enormen Geschwindigkeitsvorteil.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch die AF-Priorit\u00e4t! Viele Kameras bieten einen kontinuierlichen Autofokus und zus\u00e4tzlich die Option, dass der Verschluss nur ausl\u00f6st wenn eines der aktiven Autofokus-Messfelder auch einen Bildteil korrekt erfassen konnte. In der Praxis bedeutet dies, dass der Ausl\u00f6ser oft blockiert sein k\u00f6nnte, es sei denn man bet\u00e4tigt parallel die AF-L Taste. Hier muss man experimentieren um die zur pers\u00f6nlichen Vorliebe passende Einstellung zu finden. Ich schalte die AF-Priorit\u00e4t in der Rege AUS!<\/p>\n<p>Ok, einen habe ich noch&#8230; Besonders bei Teleobjektiven muss beim Fokussieren viel Masse (sprich gro\u00dfe schwere Linsen) bewegt werden. Daher bieten viele Objektive die Option den Autofokusbereich einzugrenzen. Bei meinem 4\/200-400mm kann ich den Bereich auf minimal 6 Meter eingrenzen. Damit ist der Weg den der AF-Motor ggfs. zur\u00fccklegen muss deutlich kleiner und das Scharfstellen ist aus einer \u201eung\u00fcnstigen AF-Position\u201c heraus deutlich schneller.<\/p>\n<p>Ok, das waren meine Tipps, einige Ergebnisse habe ich ja vorgestern bereits hier gepostet. Wenn ich wieder daheim bin und die Internet-Anbindung schneller und preiswerter ist gibt es weitere Bilder zu sehen.<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tierfotografie mit der Nikon D700 und dem 4\/200-400 &#8211; Teil II Lange Brennweiten geh\u00f6ren zur Tierfotografie wie die Schale zum Ei. Doch lange Brennweiten allein erm\u00f6glichen noch keine sch\u00f6nen Tierfotos, die maximale \u00d6ffnung der langen Teleobjektive und die Abbildungsqualit\u00e4t bei offener Blende sind weitere sehr wesentlichen Einflussfaktoren. Landl\u00e4ufig wird ein Objektiv mit gro\u00dfer \u00d6ffnung auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"enabled":false},"version":2}},"categories":[6,13,12],"tags":[27],"class_list":["post-5570","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fotografie","category-nikon","category-photography","tag-nikon-d700"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2px01-1rQ","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5570","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=5570"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/5570\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=5570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=5570"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=5570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}