{"id":4863,"date":"2011-10-03T19:31:14","date_gmt":"2011-10-03T18:31:14","guid":{"rendered":"http:\/\/anscharius.wordpress.com\/?p=4863"},"modified":"2011-10-03T19:31:14","modified_gmt":"2011-10-03T18:31:14","slug":"auflosung-nikon-d700-versus-nikon-d7000","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/?p=4863","title":{"rendered":"Aufl\u00f6sung Nikon D700 versus Nikon D7000"},"content":{"rendered":"<p>Zu einem meiner letzten Posts gibt es einen Kommentar in dem zu lesen steht, dass die <strong>Aufl\u00f6sung der Nikon D7000 im Vergleich zur Nikon D700 nur 16% h\u00f6her sei<\/strong>. Das hat\u00a0mich nachdenklich gestimmt und ich habe deshalb mit Excel\u00a0eine kleine Berechnung ausgef\u00fchrt. Dabei habe ich sowohl f\u00fcr die D7000 als auch f\u00fcr die D700 die Gr\u00f6\u00dfen der Chips in mm\u00b2 ausgerechnet, die Anzahl der Pixel bestimmt und dann die Anzahl der Pixel pro mm\u00b2 errechnet. Definiert man bei dieser &#8222;Packungsdichte&#8220; die D700 als 100%, so ist die Dichte der Pixel pro Fl\u00e4che bei der D7000 um 312% h\u00f6her! Das ist mehr als 16% &#8211; oder?<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/10\/chip-resolution-d700-versus-d7000.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-4865\" title=\"Chip-Resolution-D700-versus-D7000\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/10\/chip-resolution-d700-versus-d7000.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"120\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Ein Objektiv das den Chip der\u00a0D7000 wirklich komplett ausreizen will, muss im Vergleich zur D700 also die mehr als die dreifache Aufl\u00f6sung liefern!<\/strong><\/p>\n<p>Im Umkehrschlu\u00df k\u00f6nnte man auch sagen, dass man mit der D700 mit &#8222;einfachen&#8220; Objektiven noch tolle scharfe Bilder hinbekommen kann, w\u00e4hrend ein schlechtes Objektiv an der D7000 ein ordentliches Ma\u00df an &#8222;Pixelm\u00fcll&#8220; liefern wird. Hier kommt ein Begriff ins Spiel, den man als &#8222;Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe&#8220; bezeichnet. Dieser Wert gibt in der Me\u00dftechnik an, wie viele Bildinformationen in einer Bilddatei\u00a0wirklich enthalten sind. Ist das Objektiv zu 100% auf den Chip abgestimmt, entspricht ist die Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe der realen Dateigr\u00f6\u00dfe. Dies ist allerdings ein\u00a0theoretischer Wert und in der Praxis kaum erreichbar. In der Realit\u00e4t wird die Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe meist unterhalb der realen Dateigr\u00f6\u00dfe liegen.<\/p>\n<p>Denken wir uns nun ein Objektiv dessen Aufl\u00f6sung so gerade eben bei der Aufl\u00f6sung des Chips der D700 liegt. Verwendet man dieses Objektiv am deutlich kleineren DX-Chip der D7000 der dazu noch die dreifache Packungsdichte an Pixeln besitzt, so wird die Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe bei der D7000 kleiner sein als bei der D700. Die D7000 wird also nicht die Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe der D700 erreichen!<\/p>\n<p>In der Praxis\u00a0bedeutet das, dass der rein rechnerische Vorteil des kleineren Chips bei der Fotografie mit Teleobjektiven nur dann eintritt, wenn diese den Chip der D7000 auch effizient &#8222;beleuchten&#8220; k\u00f6nnen. Wer sich also gegen FX entscheidet, weil er bspw. Tiere mit langen Teleobjektiven fotografieren m\u00f6chte und sich vom 1.5 fachen Crop-Faktor des DX-Chips der D7000 einen Vorteil erhofft, der sollte vorher unbedingt Probeaufnahmen mit dem Teleobjektiv erstellen, das er an der D7000 verwenden m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Zu bedenken ist auch, dass die Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe mit steigenden ISO-Werten abnimmt, weil irgendwann das Bildrauschen\u00a0die Oberhand gewinnen wird. Besonders bei Teleobjektiven sind aber h\u00e4ufig hohe ISO-Werte notwendig um Verwacklungen wirkungsvoll zu begegnen. Klar gibt es Objektive mit eingebautem VR, aber was nutzt ein VR wenn man einen Adler im Landeanflug auf ein Luder fotografieren m\u00f6chte? Nichts, einfach gar nichts, au\u00dfer dass\u00a0ggfs. das Luder perfekt scharf abgebildet wird&#8230;<\/p>\n<p>Wer sich also durch den Wald von Testberichten gek\u00e4mpft hat und immer noch nicht wei\u00df was er kaufen soll, der kann sich bei einem guten Fotoh\u00e4ndler\u00a0eine D700 oder eine D7000 ausleihen und sich anhand eines ISO12233 Testcharts selbst ein Bild machen. Dieses sollte er dann aber nicht nur bei ISO-100 abfotografieren, sondern auch mal ISO 800, ISO 1600 oder noch mehr w\u00e4hlen. Die Ergebnisse legt er dann bspw. mit Photoshop\u00a0&#8222;nebeneinander&#8220; und verkleinert das gr\u00f6\u00dfere Bild solange, bis es in der 100% Ansicht die gleiche Anzahl an Details zeigt wie der Sparringspartner. Beide Bilder speichert man dann in einem unkomprimierten Format, beispielsweise als TIFF. Danach kann man sich die Dateigr\u00f6\u00dfen ansehen und hat jetzt eine &#8222;Netto-Dateigr\u00f6\u00dfe f\u00fcr Arme&#8220;. Ok, das ist kein Test der einem T\u00dcV-Siegel stand halten w\u00fcrde, aber er ist billig und man kann sich diesen Spa\u00df durchaus mal erlauben!<\/p>\n<p>Vielleicht schickt mir ja der Eine oder Andere von euch mal eines seiner Testergebnisse?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu einem meiner letzten Posts gibt es einen Kommentar in dem zu lesen steht, dass die Aufl\u00f6sung der Nikon D7000 im Vergleich zur Nikon D700 nur 16% h\u00f6her sei. Das hat\u00a0mich nachdenklich gestimmt und ich habe deshalb mit Excel\u00a0eine kleine Berechnung ausgef\u00fchrt. 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