{"id":3867,"date":"2011-05-23T23:28:51","date_gmt":"2011-05-23T22:28:51","guid":{"rendered":"http:\/\/anscharius.wordpress.com\/?p=3867"},"modified":"2011-05-23T23:28:51","modified_gmt":"2011-05-23T22:28:51","slug":"nikon-d7000-vs-nikon-d300","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/?p=3867","title":{"rendered":"Nikon D7000 vs. Nikon D300"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/05\/d7000-mb-d11.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3872\" title=\"D7000-MB-D11\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/05\/d7000-mb-d11.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"776\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nun habe ich die D7000 seit drei Tagen und will kurz schreiben, was mit im Vergleich zur D300 aufgefallen ist.<\/p>\n<p><strong>Autofokus<\/strong><\/p>\n<p>Am Wochenende hatte ich ja schon kurz geschrieben, dass der Umschalter f\u00fcr den Autofokus bei der D7000 nur die beiden Stellungen AF\/M kennt. Bei der D300 kann man zwischen AF-S\/AF-S\/M w\u00e4hlen. Schaut man sich die D7000 genauer an f\u00e4llt auf, dass man nun auf den Einstellhebel dr\u00fccken kann. Tut man das, so kann man mit dem hinteren Einstellrad zwischen AF-A\/AF-S\/AF-C w\u00e4hlen. Mit dem vorderen Einstellrad kann man zwischen der automatischen und der manuellen Auswahl des aktiven Autofokus-Messfelds umschalten. Hat man die manuelle Auswahl eingestellt, so kann man mit der &#8222;Wippe&#8220; auf der R\u00fcckseite oder dem Joystick des (optionalen) MB-D11 Batteriegriffs das aktive Autofokus-Messfeld verschieben. Dr\u00fcckt man den OK-Knopf bzw. den Joystick am Batteriegriff, so springt das aktive Messfeld zur\u00fcck in die Mitte. Alles in allem sehr praktisch und anders aber nicht schlechter als bei der D300. Benutzt man den Ausl\u00f6ser passt der Autofokus eigentlich immer sehr gut. Einen Men\u00fcpunkt zur Korrektur des Autofokus habe ich auch gefunden, dies aber noch nicht ausprobiert. Letztlich bin ich mit dem was die D7000 hier im Vergleich zur D300 bietet sehr zufrieden. Der Autofokus der D7000 ist deutlich besser als der D60, die nur drei AF-Me\u00dffelder kennt und auch ein wenig moderner als bei der D2x. Wirklich gut!<\/p>\n<p><strong>Belichtungsmesser<\/strong><\/p>\n<p>Bei der D300 hat man an der R\u00fcckseite ein R\u00e4dchen mit dem man schnell zwischen Spotmessung, mittenbetonter Messung und Matrixmessung umschalten kann. Dieser Knopf fehlt bei der D7000. Statt dessen findet sich aber an der Stelle an der bei der D300 der &#8222;Mode&#8220;-Taster ist ein Taster der in Verbindung mit dem hinteren Rad die gleiche Umschaltung erm\u00f6glicht. Es ist also alles da, es wird nur etwas anders bedient. Zus\u00e4tzlich kann man \u00fcber die sehr frei konfigurierbare Fn-Taste an der Vorderseite schnell mal auf Spotmessung umschalten. Die Spotmessung basiert dann auf den aktiven Autofokus-Messfeldern. Auch hier ist alles wie bei der D300.<\/p>\n<p><strong>Sonstige Bedienelemente<\/strong><\/p>\n<p>Die Kn\u00f6pfe neben dem Display sind im Prinzip genauso belegt wie bei der D300, man findet sich spontan zurecht. Unterhalb des Knopfes mit dem das Blitzlicht ausgeklappt werden kann gibt des den BKT-Knopf. In Verbindung mit dem hinteren und vorderen Einstellrad kann man hier schnell zwischen drei m\u00f6glichen Varianten f\u00fcr das Bracketing (Belichtungsreihen) umschalten. Im Gegensatz zur D300 sind viel weniger Kombinationen m\u00f6glich, auch gibt es nur maximal drei unterschiedlich belichtete Bilder. Aber die Schrittweite kann bis +\/- 2.0 EV eingestellt werden. Will man nicht gerade direkt in die Mittagssonne knipsen, so sollte man hier alles haben was man so braucht. Ein ganz ganz harter HDR-Freak w\u00fcrde hier vielleicht die D300 oder die D2x bevorzugen. Ich werde in den n\u00e4chsten Tagen mal schauen was im Punkto HDR mit der D7000 geht und was nicht. Das wird sicher ein gesonderter Artikel.<\/p>\n<p><strong>Batteriegriff<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist der MB-D11 Batteriegriff angekommen. Das gute St\u00fcck kostet etwa 240 Euro, dazu f\u00fcr etwa 60 Euro ein zweiter Akku, damit w\u00e4ren wir bei rund 300 Euro. Zus\u00e4tzlich kann man die D7000 mit sechs Batterien oder Akkus im AA-Format betreiben, sehr praktisch. Hier ist also auch alles so \u00e4hnlich wie bei der D300, wobei diese 8 statt nur 6 Batterien ben\u00f6tigt. Im Gegensatz zur D300 kann in den Batteriegriff der D7000 kein gro\u00dfer Akku wie der Akku aus der D2x eingesetzt werden. Das ist schade, denn dann h\u00e4tte ich nur ein einziges Ladeger\u00e4t. Aber sie funktioniert mit &#8222;normalen&#8220; Batterien, so dass man auf Reisen ggf. auch mal auf Batterien ausweichen kann. Sehr praktisch! Insgesamt halte ich den MB-D11 f\u00fcr ein praktisches Zubeh\u00f6rteil, das allerdings im Vergleich zur Kamera viel zu teuer ist. Gut gef\u00e4llt mir, dass man den Batteriegriff montieren kann, ohne die eingebaute Batterie herausnehmen zu m\u00fcssen. Das ist auch wie bei der D300 und so hat man ggf. eine doppelte Akkuladung dabei. Ich w\u00fcrde die D7000 nicht mehr ohne Batteriegriff verwenden wollen, es seit denn, dass es bei einer krassen Wanderung wirklich auf jedes Gramm ankommt. Dann ginge es auch mal ohne. Im Gegensatz zur D2x kann man die D7000 also im Zweifel &#8222;abspecken&#8220; &#8211; vielleicht ganz praktisch. Allerdings merkt man auch, dass dieser Batteriegriff, so gut er auch ist, kein fester Teil des Geh\u00e4uses ist. Hier f\u00fchlt sich eine D2 oder D3 einfach wesentlich satter an. Aber eben auch deutlich schwerer!<\/p>\n<p><strong>Performance<\/strong><\/p>\n<p>Die Geschwindigkeit der D7000 geht f\u00fcr mein Empfinden v\u00f6llig in Ordnung. Sie ist genauso schnell wie die D3x f\u00fcr 7000 Euro. Hier ist die D300 nur im 12-Bit-RAW-Modus oder JPG-Modus \u00fcberlegen. Und dies auch nur wenn man den MB-D300 Batteriegriff mit dem gro\u00dfen Akku oder acht AA-Zellen verwendet! Stellt man die D300 auch auf 14-bit ein, ist sie genauso schnell wie die D7000. Hier kann das kleine Ding also auch punkten. Gut gef\u00e4llt mir, dass man \u00fcber das neu gestaltete W\u00e4hlrad oben links an der Kamera einen &#8222;Quit-Mode&#8220; einstellen kann. Damit l\u00f6st die D7000 dann ganz langsam und ganz leise aus. Wenn man mal ungest\u00f6rt fotografieren will, ist das gro\u00dfartig. Auch wird ein ggf. eingeschalteter Signalton gleich mit abgestellt. Auch hier hat ein Ingenieur mitgedacht! Dann kann man noch einen Modus anw\u00e4hlen, in dem man die Kamera mit dem Infrarot-Ausl\u00f6ser ML-L3 ausl\u00f6sen kann. Das ist bei der D300 so gar nicht m\u00f6glich. Im Gegensatz kann man den Kabelausl\u00f6ser der D300 nicht f\u00fcr die D7000 verwenden, was ich pers\u00f6nlich schade finde. Aber irgendwas muss man ja machen, damit der Nachfolger der D300 eine Existenzberechtigung haben wird.<\/p>\n<p><strong>Live-View<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber einen Hebel an der R\u00fcckseite kann man jetzt ganz schnell zum Live-View wechseln. Bei der D2x gibt es so etwas gar nicht und bei der D300 kann man es nur \u00fcber das Einstellrad oben links aktivieren. Das ist bei der D7000 besser gel\u00f6st! In der Mitte dieses Hebels ist ein roter Knopf. Dr\u00fcckt man drauf, beginnt die Video-Aufzeichnung. Nochmals dr\u00fccken und der Spa\u00df ist wieder abgeschaltet. Dr\u00fcckt man den Hebel erneut zur Seite ist der Live-View wieder deaktiviert. Sehr einfach und sehr praktisch, Pluspunkt f\u00fcr die D7000. Dr\u00fcckt man den Info-Knopf w\u00e4hrend der Live-View aktiviert ist, kann man wahlweise den k\u00fcnstlichen Horizont oder ein Gitternetz einblenden. Eine 16:9 Vorschau f\u00fcr Videoaufnahmen gibt es auch, hier waren die Konstrukteure wirklich kreativ!<\/p>\n<p><strong>Info-Modus<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcber den Info-Knopf kann man alle wichtigen Settings auf dem gro\u00dfen r\u00fcckw\u00e4rtigen Display ablesen, das ist so wie bei der D300, prima! Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnen wichtige Parameter schnell und ohne Men\u00fc-Gefummele ge\u00e4ndert werden &#8211; super!<\/p>\n<p><strong>Kamerainterne Bildbearbeitung<\/strong><\/p>\n<p>Die D7000 beherrscht ein paar wirklich coole Features wie die automatische Korrektur der chromatischen Aberration und der Verzeichnung, was mir sehr gut gef\u00e4llt. Au\u00dferdem kann innerhalb der Kamera die Perspektive korrigiert werden. Zus\u00e4tzlich kann man einen Miniatureffekt und Sternchen etc. in seine Fotos einf\u00fcgen. All das ist &#8222;nicht destruktiv&#8220;, denn es werden stets Kopien der bearbeiteten Bilder erzeugt. All das ist eine Softwaregeneration weiter als bei der D300. Fein!<\/p>\n<p><strong>Sucher<\/strong><\/p>\n<p>Der Sucher zeigt alles an, was man von der D300 kennt. Ich sehe hier keinen gro\u00dfen Unterschied. Lediglich die D2x hat seitlich ein paar zus\u00e4tzliche Infos zu bieten. Das Sucherbild ist systembedingt etwas kleiner als bei den &#8222;gro\u00dfen&#8220; Schwestern D700 und D3, D3s bzw. D3x. F\u00fcr mich ist es ok, ich kann damit leben. Schlie\u00dflich sieht man den Fotos ja sp\u00e4ter nicht an, wie gro\u00df das Sucherbild vor und w\u00e4hrend der Aufnahme war :-)<\/p>\n<p><strong>Verarbeitung<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zur D300 oder der D2x wirkt diese Kamera ein wenig schm\u00e4chtig. Aber es ist ok, besonders mit montiertem Batteriegriff hat man was in der Hand und eigentlich ist es ganz ok. Besonders auf Reisen wird man das kleinere leichtere Geh\u00e4use vielleicht mal zu sch\u00e4tzen wissen. Abgesehen davon ist alles genauso hochwertig verarbeitet wie bei den gro\u00dfen Schwestern.<\/p>\n<p><strong>Speicherkarten<\/strong><\/p>\n<p>Die D7000 arbeitet nicht mehr mit CF-Karten, sondern hat nun zwei Steckpl\u00e4tze f\u00fcr SD-Karten. Ich habe mir zusammen mit dem Batteriegriff zwei 32-GB SD-HC Karten geordert. Damit lassen sich \u00fcber 1000 RAW-Bilder machen bevor man sie &#8222;abtanken&#8220; muss. Wer mag kann auch zwei 64-GB Karten einsetzen. Das passt ggf. eine komplette Reise drauf. Wer will, kann die Karten auch konfigurieren. Also eine Karte f\u00fcr JPGs, eine f\u00fcr RAW-Bilder. Oder eine Karte als 1:1 Kopie der andern Karte. Sicher ist sicher! Oder beide Karten werden der Reihe nach beschrieben. Sobald Karte 1 voll ist landen die neuen Fotos auf Karte 2. Alles sehr durchdacht und sehr flexibel. Schade nur, dass meine gro\u00dfen teuren CF-Karten nicht mehr passen. Aber irgendwie ist es auch ok, denn mein MacBook hat einen eingebauten SD-Kartenleser.<\/p>\n<p>Ok, soweit mein kleiner Vergleich zwischen der D7000 und der D300.<\/p>\n<p>Wer eine semi-professionelle Kamera sucht, ist mit der D300 nach wie vor gut bedient. Die D7000 kann praktisch alles was die D300 auch kann. Der einzige wirklich nennenswerte Unterschied der mir aufgefallen ist, sind Gr\u00f6\u00dfe &amp; Gewicht sowie das Handling von Belichtungsreihen. Wer ein paar Euro sparen will und mit weniger Gewicht unterwegs sein m\u00f6chte, der wird sicher mit der D7000 gl\u00fccklich werden. Wer mehr will, sollte noch ein halbes Jahr warten, bis die Nachfolger der D300 und der D700 vorgestellt werden. Wer nicht abwarten kann, der sollte so schnell wie m\u00f6glich zuschlagen, denn in ein paar Tagen wird es in Deutschland aufgrund des Erdbebens in Japan erst einmal eng werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun habe ich die D7000 seit drei Tagen und will kurz schreiben, was mit im Vergleich zur D300 aufgefallen ist. Autofokus Am Wochenende hatte ich ja schon kurz geschrieben, dass der Umschalter f\u00fcr den Autofokus bei der D7000 nur die beiden Stellungen AF\/M kennt. Bei der D300 kann man zwischen AF-S\/AF-S\/M w\u00e4hlen. 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