{"id":3290,"date":"2011-03-29T08:09:26","date_gmt":"2011-03-29T07:09:26","guid":{"rendered":"http:\/\/anscharius.wordpress.com\/?p=3290"},"modified":"2011-03-29T08:09:26","modified_gmt":"2011-03-29T07:09:26","slug":"blue-canyon-reloaded","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/?p=3290","title":{"rendered":"Blue Canyon Reloaded"},"content":{"rendered":"\n<p>Endlich schlafe ich mal wieder richtig aus, tut das gut! Im Bett sitzend erg\u00e4nze und \u00fcberarbeite ich noch den Artikel von gestern Abend. Das kleine Off-Road-Video will auch noch geschnitten werden. Die Zeit vergeht und pl\u00f6tzlich klopft das Zimmerm\u00e4dchen. Es ist schon fast 11h (Utah-Time). &#8222;Hi, please give me a few minutes&#8230;&#8220; Ich packen meinen Krams zusammen, den kleinen Mac muss ich stehen lassen, sonst wird das mit dem YouTube-Video niemals was. Ich r\u00e4ume alles beiseite und lege der netten Dame drei Dollar auf mein Kopfkissen.<\/p>\n<p>Es geht los, als erstes Ziel steuere ich den Supermarkt unten an der Hauptstra\u00dfe an, den das &#8222;Inklusiv-Fr\u00fchst\u00fcck&#8220; habe ich lange verpasst. Im Supermarkt gibt es ganz frische Salate und ein famoses Sandwich mit Chicken-Salad. Ich kaufe packe noch ein bisschen Obst und ein paar Dosen Dr. Pepper in meinen Einkaufswagen. W\u00e4hrend ich dann an der Kasse warte tippt mir jemand auf die Schulter. Es ist ein Indianerin in fortgeschrittenem Alter, sie tr\u00e4gt ein gr\u00fcnes Polohemd mit dem Logo des Supermarkes. Ich soll an ihre Kasse kommen, sie hat gerade ge\u00f6ffnet. Super, das ist mir in Deutschland in 46 Jahren noch nicht passiert :-)<\/p>\n<p>Die Kasse ist anders als bei uns. Es gibt kein F\u00f6rderband sondern einen gro\u00dfen runden &#8222;Drehteller&#8220;. Die Kasse selbst ist wie eine gro\u00dfe ovale Insel gebaut. Das kannte ich auch noch nicht, aber es ist durchaus praktisch. Meine Eink\u00e4ufe kosten keine 20 Dollar, einige Minuten sp\u00e4ter bin ich unterwegs. Es geht nach S\u00fcden, aber nicht wirklich weit. Kurz hinter Tuba-City hat man nach rechts einen tollen Blick in einen sch\u00f6nen Canyon. Dort halte ich an und nun gibt es das Sandwich und den Salat. Schmeckt alles prima, dazu eine Cherry-Coke :-) Als Nachtisch einen Snickers &#8211; irgendwie muss ich ja auf meine Kalorien kommen.<\/p>\n<p>Dann geht es weiter, ich m\u00f6chte noch einmal in aller Ruhe und ganz ohne Sturm zum Coalmine-Canyon. Im vorletzten Jahr hat es uns ja fast in den Canyon geweht und Wolfgang hat dort sein GPS verloren. Ich habe in meinem Garmin einen Wegpunkt gespeichert, den habe ich noch auf der Festplatte gefunden. Aber ich suche trotzdem mal auf dem Handy-Navi ob es des Coalmine-Canyon dort nicht gibt. Super, da steht Coalmine Mesa, das klingt gut! Als ich eine halbe Stunde sp\u00e4ter dort ankomme muss ich feststellen, dass Coalmine Mesa eine kleine Geisterstadt ist. Mit dem Canyon hat das nicht viel zu tun, ich bin schon wieder 10 Kilometer zu weite gefahren. Also wenden! Kurze Zeit sp\u00e4ter bin ich noch l\u00e4ngst nicht an meinem Wegpunkt als ich einen Abzweig sehe. Es geht auf die Bremse und ich biege rechts ab. Den Canyon kann ich schon sehen, es scheint eine andere &#8222;Zufahrt&#8220; zu sein als die die ich schon kenne.<\/p>\n<p>Auf der ersten Anh\u00f6he bleibe ich mal stehen, das Panorama ist famos. Aber gleich neben mir ist auch wieder eine wilde M\u00fcllkippe. Was hier einfach alles abgekippt wird ist schon erstaunlich! W\u00e4hrend ich meine erste Fotos mache kommt ein wei\u00dfer Chevrolet Suburban auf mich zugefahren. Ich bekomme einen Schreck, bin ich auf einem Privatgrundst\u00fcck? Da stand aber nichts von wegen &#8222;Private Property &#8211; Keep out&#8220; oder \u00e4hnlich. Als das Auto dann fast bei mir ist kann ich eine nette Indianerlady erkennen. Sie winkt freundlich und f\u00e4hrt einfach weiter. Super, alles ist gut. W\u00e4hrend ich noch ein Foto machen will ist sie pl\u00f6tzlich auf dem Foto, aber so von weit weg &#8211; wie hat sie das nur gemacht? Ich steige ein, es geht weiter. Kurz drauf wei\u00df ich wie sie es gemacht hat, es geht krass den Berg hinab! Links kann ich den Rand des Canyons sehen. Ich biege ab und kann fast bist an den Rand heranfahren. Das Panorama ist grandios, aber ich bin mir unsicher ob das auch erlaubt ist. Einige pr\u00fcfende Blicke nach links und rechts, ich bin ganz allein.<\/p>\n<p>So geht es weiter, von Klippe zu Klippe arbeite ich mich langsam nach Norden vor. Ich bin auf einer &#8222;Landzunge&#8220; &#8211; links und rechts geht es wirklich atemberaubend weit in die Tiefe. Bei letzten Stopp klettere ich auf einen kleinen Vorsprung, was f\u00fcr eine Aussicht. Auf dem R\u00fcckweg rutsche ich dann am steilen Hang ein paarmal aus, nun blo\u00df nix dummes machen und in den Canyon st\u00fcrzen! Auf allen Vieren geht es den Hang hinauf. Die D2x habe ich so halb auf dem R\u00fccken. Als ich am Auto ankomme fehlt mal wieder das Gummi des Vergr\u00f6\u00dferungsokulars (Nikon DK-17) &#8211; schon wieder, immer wenn ich eine Nikon seitlich am K\u00f6rper trage und ein St\u00fcck laufe geht mir dieses bl\u00f6de Gummi fl\u00f6ten. Bei der D300 ist das &#8222;Eye-Piece&#8220; auch schon weg. Dort habe ich derzeit das Gummi meiner D60 drauf geschoben, das passt ganz gut und ist sogar besser gepolstert als das der D300. Ok, wenn ich daheim bin schaue ich mal wo es multiplen Ersatz f\u00fcr die Dinger gibt.<\/p>\n<p>Irgendwann erscheint mir die sandige schmale Dirt-Road nicht mehr zielf\u00fchrend. Ich wende den Tahoe und es geht zur\u00fcck zur Hauptstra\u00dfe. Dort angekommen wird kurz \u00fcberlegt wie es weitergehen soll. Ich blinke links und fahre noch ein mal nach Coalmine Mesa. Dort erkunde ich die kleine Geisterstadt mit meiner P7000 auf meinem kleinen Reisestativ. Es gibt ein altes Kino, zwei Schulen, einen verlassenen Basketballplatz, einen Maschinenhaus. Hier haben wirklich mal Menschen gelebt! Inzwischen ist alles recht verfallen. Aber ich mag ja so marode Orte sehr gern. Wenn man jetzt nur ein Model dabei h\u00e4tte, hier k\u00f6nnte man echt ne Menge cooler Aktfotos knipsen!<\/p>\n<p>Wieder am Auto geht es noch einmal zum Blue Canyon, obwohl ich gestern schon dort war. Das Areal ist faszinierend und ich m\u00f6chte es noch ein wenig erkunden. Als ich fast bei den &#8222;Five Padres&#8220; bin biege ich aber nach links ab und fahre in Richtung Norden. Das macht Spa\u00df und es gibt viel zu sehen. Irgendwann bin ich am Wegpunkt BC3 &#8211; den habe ich noch aus dem Jahr 2009. Wolfgang hat mir damals eine tolle Mail mit vielen Wegpunkten zugeschickt. Am BC3 hat man einen wirklich tollen \u00dcberblick auf weite Teile dieses tollen Gebietes. Inzwischen ist es fast 16h und das Licht wird langsam &#8222;fotogener&#8220;. Ich wende und fahre langsam zur\u00fcck. Bei einem Zwischenstopp kommt dann eine \u00e4ltere Indianerin in einem wei\u00dfen Allrad-Van vorbei. Das einzige Auto das ich hier den gesamten Tag \u00fcber sehen werde!<\/p>\n<p>Ich fahre ganz langsam mit vielen Stopps am Rand dieses wunderbaren Canyons vorbei. Alle paar Meter muss ich halten und die kleinen M\u00e4nnchen mit ihren rotbraunen Zipfelm\u00fctzen fotografieren. Der Tahoe macht mich indes fast wahnsinnig. St\u00e4ndig macht es &#8222;Bing Bing Bing Bing Bing&#8220;. Mit Microsoft&#8217;s Bing hat das nix zu tun, es ist einfach nur nervig. Diese oder jene T\u00fcre ist offen, die Bremse ist getreten, der Schl\u00fcssel steckt, Licht ist an, Bing Bing Bing &#8211; wir mir das auf den Keks geht. Sandra hat neulich schon gesagt, dass sie bei ihrem n\u00e4chsten Auto dieses &#8222;Gebimmel&#8220; irgendwie abschalten w\u00fcrde und dass sie manchmal fast froh ist einen alten Opel zufahren der nicht st\u00e4ndig piepst und bimmelt.<\/p>\n<p>Als ich etwa auf der H\u00f6he von &#8222;Merlins Zipfelm\u00fctze bin&#8220; (Auch ein Fatali-Motiv) schaue ich so fasziniert auf den Canyon, dass ich gar nicht bemerke, dass mein Tahoe langsam aber sicher in ein gro\u00dfen Feld mit tiefem Matsch hinein rollt. Als ich es bemerke ist es fast zu sp\u00e4t. Ein beherzter Tripp auf das Gaspedal, die R\u00e4der drehen durch, das Auto schlingert von links nach rechts, die ESP-Lampe blinkt, Kieselsteine prasseln von innen gegen die Kotfl\u00fcgel, das Ding schaukelt, der Motor dr\u00f6hnt&#8230; Mir bricht der Schwei\u00df aus, aber es geht alles gut. Uff, das war knapp!<\/p>\n<p>Ich schaue nun konzentrierter dorthin wohin ich fahre. Zum Fotografieren halte ich an und steige aus. Bing Bing Bing, der Tahoe nervt bei kurzen Stopps total.<\/p>\n<p>Als ich die &#8222;Five Padres&#8220; passiere sind es noch etwa 30 Minuten bis Sonnenuntergang. Ich fahre einfach mal weiter, mal schauen was es noch so gibt. Ich finde etwas sp\u00e4ter eine S\u00e4ule die mich sehr an den Hund aus der Fernsehserie &#8222;Peanuts&#8220; erinnert. Es ist Snoopy und er steht auf seinen Hinterbeinen. Die Sonne steht tief, nur sein Kopf ist noch im Licht, der Rest ist schon im Schatten. Allein dieses &#8222;Ding&#8220; w\u00fcrde es lohnen noch einmal zur\u00fcck zu kommen!<\/p>\n<p>Etwas sp\u00e4ter verliert sich die Dirt-Road so langsam aber sicher zwischen Sand und Gestr\u00fcpp. Ich mache kehrt und fahre langsam in Richtung &#8222;Five Padres&#8220;. Heute will ich mal Silhouetten fotografieren. Also wieder ein paar Stopps und der Tahoo macht wieder Bing Bing Bing&#8230;<\/p>\n<p>Bei den Five-Padres angekommen ist die Sonne dann auch weg. Ich stelle den Tahoe so, dass ich die Location mit dem Fernlicht ausleuchten kann. Mein Plan ist, noch eine Stunde zuwarten bis es v\u00f6llig dunkel ist und dann ein paar Fotos mit der Nikon F80 auf Velvia 50 zu versuchen. Irgendwas mit ganz ganz langen Belichtungszeiten. Der Himmel ist wolkenlos, man sollte neben dem Mond alle Sterne sehen k\u00f6nnen. Das kommt vielleicht ganz gut. Eine andere Alternative w\u00e4ren ein paar HDRs dieser coolen Location im Fernlicht des Tahoe.<\/p>\n<p><strong>Big Shit oder: Don&#8217;t die out there!<\/strong><\/p>\n<p>Sobald das Ding korrekt steht stoppe ich den Motor, mache den Sitz ein wenig weiter nach hinten und bereite mich darauf vor eine Stunde zu warten bis es richtig dunkel ist und ich die Sterne sehen kann. Aber es wird auch kalt und ich bin irgendwie zu &#8222;kribbelig&#8220; um jetzt einfach still eine Stunde im Auto zu warten. Also auf die T\u00fcre, der Tahoe &#8222;bingt&#8220; schon wieder, wie nervt\u00f6tend ist das denn. Ich ziehe den Schl\u00fcssel aber und lege ihn auf die Mittelkonsole, so kann ich ihn wenigstens nicht verlieren. Raus aus dem Auto, Fahrert\u00fcre zu, Seiten T\u00fcre auf, Pulli raus, T\u00fcre zu, Pulli, an &#8211; KLACK &#8211; TUT<\/p>\n<p>KLACK? Was ist denn jetzt los? Ich will wieder hinein in den Tahoe aber er ist verschlossen! Oh nein oh nein, nun ist genau das passiert wovor Sandra die letzten Tage immer Angst hatte und was ich f\u00fcr total unm\u00f6glich hielt. Der Tahoe hat sich selbst verriegelt und ich bin ausgesperrt weil die Schl\u00fcssel auf der Mittelkonsole liegen. Ich brauche eine ganze Weile um den Ernst der Lage zu erkennen. In etwa 60 Minuten ist es hier stockfinster, der Mond ist nur noch eine Sichel, also nicht wirklich hell und nachts haben wir hier schnell Temperaturen um die 0\u00b0C.<\/p>\n<p>Alles was lebenserhaltend w\u00e4re habe ich dabei, aber ich komme nicht heran. Ich kann die warmen Kleidungst\u00fccke, das Wasser, die Kekse sehen. Aber es nutzt mir alles nichts. Was mache ich nur? Zur\u00fcck zur Hauptstra\u00dfe sind es locker 20 Kilometer. Ich stecke fest, es wird Nacht und ich bin mitten in der Wildnis. EIN Auto habe ich heute gesehen, genau EIN Auto! Ob sich morgen jemand hierhin verirrt ist zweifelhaft. Den Reifenspuren nach zu urteilen war ich der letzte und einzige Besucher seit gestern. W\u00e4hrend ich noch immer ungl\u00e4ubig an den T\u00fcrgriffen r\u00fcttle kommt langsam so etwas wie Panik auf. Es muss etwas geschehen und es muss schnell geschehen solange ich noch etwas sehen kann! Ich \u00fcberlege ob ich eine Scheibe einschlagen soll. Das ist vielleicht die einzige L\u00f6sung. Nur welche Scheibe? Vielleicht nehme ich die Scheibe hinter dem Fahrersitz. Von dort aus ist der Schieber zu erreichen um die Fahrert\u00fcre zu \u00f6ffnen. Vielleicht schaffe ich es ja unten links ein Loch in die Scheibe zu schlagen. Ich renne los und such einen geeigneten Stein.<\/p>\n<p>Ich finde einen etwa f\u00fcnf Kilogramm schweren rauen Sandstein, das sollte gehen. Zur\u00fcck am \u00a0Auto atme ich kurz tief durch und tue dann einen beherzten Schlag gegen das Fenster der rechten hinteren T\u00fcre. Der Stein prallt ab, ich verletze mir die rechte Hand und mehr als ein paar Schrammen sind auf dem Seitenfenster nicht zu sehen. Was ist denn das? Damit habe ich nicht gerechnet. Der Tahoe sieht nicht nur aus wie ein Panzer, er ist auch so gebaut!<\/p>\n<p>Ich versuche es erneut, diesmal mit viel mehr Kraft. Der Stein prallt wieder ab und die rechte Hand tut jetzt richtig weg. Ich habe keine Handschuhe, ich habe einfach gar nichts. Schei\u00dfe was mache ich blo\u00df. Ich suche mir einen gr\u00f6\u00dferen Stein, rumms, nichts, rumms, nichts, ich schaffe es nicht das Seitenfenster zu zertr\u00fcmmern. Die Kratzspuren sind nun ganz deutlich zu sehen, aber das ist kein Glas, das ist irgendein Kunststoff, so etwas habe ich in meinem ganzen Leben nicht nicht erlebt. Ich werde nun langsam wirklich panisch, die Nummer mit dem Stein kann ich vergessen, jedenfalls am Seitenfenster. Soll ich versuchen ohne Taschenlampe, ohne GPS ohne alles zu Fu\u00df in der Dunkelheit 20 Kilometer bis zur Stra\u00dfe zu laufen? Soll ich mich zusammengekauert bis morgen fr\u00fch neben den Tahoe setzen und hoffen dass ich zum einen nicht erfriere und das morgen vielleicht jemand vorbei kommt der mir helfen kann?<\/p>\n<p>Ich versuche mich zu beruhigen, zu kritisch ist die Lage. Was haben ich noch dabei? Eine fast neue Timex &#8211; w\u00e4re ich James Bond h\u00e4tte sie einen eingebauten Laser der Stahlplatten schneidet, aber ich bin nicht James Bond. Ok, da ist mein Schweizer Taschenmesser. K\u00f6nnte ich damit etwas versuchen? Ich gehe pr\u00fcfend um den Tahoe herum. Die einzige Schwachstelle scheint mit das Heckfenster zu sein. Man kann es via Fernbedienung separat \u00f6ffnen. Es hat oben zwei Scharniere und unten in der Mitte der Heckklappe eine Verriegelung. Die ersten Versuche diese mit dem Messer aufzubrechen scheitern. Ich will auch nicht den gesamten Mietwagen rundherum demolieren. Was mache ich bloss&#8230;<\/p>\n<p>Dann schaffe ich es die rechte untere Ecke der Heckscheibe mit Hilfe des Flaschen\u00f6ffners des Taschenmessers soweit aufzuhebeln, dass ich mit den Fingern dazwischen fassen kann. Ich steige auf die hintere Sto\u00dfstange und umfasse mich beiden H\u00e4nden die Kante des Fensters. Was nun, soll ich es wirklich versuchen? Was wenn die Scheibe zerspringt und ich mir die H\u00e4nde zerschneide? In der Hoffnung, dass die Heckscheibe aus dem gleichen Material wie die Seitenscheiben gemacht ist ziehe ich mit aller Kraft nach schr\u00e4g oben.<\/p>\n<p>Dann passiert es, mit einem lauten Knacks \u00f6ffnet sich das Heckfenster, ich bin gerettet. Der kleine Hebel an dem die Scheibe einrastet hat nachgegeben, der Tahoe hat eine Schwachstelle! Ich bin erleichtert. Durch das Heckfenster krieche ich in das Auto, greife mit den Schl\u00fcssel und entriegele alle T\u00fcren. Ich bin gerettet!<\/p>\n<p>Der Puls schl\u00e4gt schnell, ich bin wirklich aufgeregt. Um mich ein wenig zu beruhigen versuche ich den &#8222;Vorfall&#8220; einfach zu \u00fcbergehen und ein paar Fotos mit der kleinen Nikon P7000 zu machen. Aber es f\u00e4llt schwer, mir ist \u00fcbel. Die Magens\u00e4ure steht mir ganz weit oben. Noch mal gut gegangen! Ok, lassen wir den Quatsch mit den Langzeitbelichtungen! Ich setze mich in den Tahoe und fahre zur\u00fcck nach Tuba City!<\/p>\n<p>Dort angekommen bekomme ich eine SMS von Angenie und Peter die ich 2009 bei den Narrows an der Cottenwood Road getroffen habe. Sie sind in der N\u00e4he von Kanab. Ich will mal schauen wie ich mich mit ihnen treffen kann. Hier in Tuba City funktioniert wenigstens mein Handy. Als alles im Zimmer ist, verl\u00e4ngere ich an der Rezeption mein Zimmer um weitere zwei Tage. So kann ich von hier aus nach Monument Valley fahren, vielleicht auch einmal morgens ganz fr\u00fch zum Coalmine Canyon. Und am Donnerstag k\u00f6nnte ich dann via Kanab und St. George in Richtung Las Vegas aufbrechen. Angenie und Peter k\u00f6nnte ich unterwegs vielleicht in Kanab oder Page treffen und es bliebe noch Zeit f\u00fcr einen Abstecher zu &#8222;Hoblins Playground&#8220; in der N\u00e4he von Mesquite.<\/p>\n<p>Ok, ihr werde erfahren wie es weiter gegangen ist :-) Jetzt schaue ich erstmal kurz die vielen hundert Bilder des Tages durch. Dann kann ich ein paar Bilder aussuchen, hier einh\u00e4ngen und dann den ganzen Spa\u00df publizieren.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein Tag&#8230;<\/p>\n\n<p><strong>Update:<\/strong><\/p>\n<p>So sieht das Seitenfenster jetzt aus:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/dsc_72891.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3359\" title=\"DSC_7289\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/dsc_72891.jpg\" alt=\"So sieht das Seitenfenster jetzt aus :-(\" width=\"590\" height=\"392\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier sieht man ganz gut wie tief die Reifen im Schlamm gesteckt haben:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/dsc_72911.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3360\" title=\"DSC_7291\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/dsc_72911.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"392\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Update am 5. April:<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin jetzt wieder in Deutschland. Die Schrammen in der Seitenscheibe habe ich mit etwas feinem \u00a0Nassschleifpapier, viel Wasser und reichlich Politur gegl\u00e4ttet. Bei der R\u00fcckgabe ist es dann nicht mehr aufgefallen. Das Fenster ist dort jetzt einfach ein wenig stumpf. Den verbogenen Hebel der hinteren Scheibenverriegelung konnte man mit einer Zange gerade biegen, so dass er wieder korrekt schlie\u00dft. Zange und Schleifpapier habe ich im Walmart f\u00fcr kleines Geld gefunden. So ist diese fiese Situation letztlich gut ausgegangen und es ist eine gute Geschichte \u00fcbrig geblieben. Gott sei Dank, es h\u00e4tte auch anders sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eben habe ich mir die Strecke mal mit Google Earth angeschaut. Der Weg zur\u00fcck zur Stra\u00dfe betr\u00e4gt Liftlinie 22 Kilometer!<\/p>\n<p>Hier ist das Bild dazu, es kann via &#8222;Klick&#8220; vergr\u00f6\u00dfert werden. Der Blue Canyon ist oben rechts in der Ecke, die Stra\u00dfe verl\u00e4uft an der unteren rechten Ecke.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/bluecanyontrack.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3526\" title=\"BlueCanyonTrack\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2011\/03\/bluecanyontrack.jpg\" alt=\"\" width=\"590\" height=\"407\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich schlafe ich mal wieder richtig aus, tut das gut! Im Bett sitzend erg\u00e4nze und \u00fcberarbeite ich noch den Artikel von gestern Abend. Das kleine Off-Road-Video will auch noch geschnitten werden. Die Zeit vergeht und pl\u00f6tzlich klopft das Zimmerm\u00e4dchen. Es ist schon fast 11h (Utah-Time). &#8222;Hi, please give me a few minutes&#8230;&#8220; Ich packen meinen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"Blue Canyon Reloaded:","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":false,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"enabled":false},"version":2}},"categories":[6,13],"tags":[95,270],"class_list":["post-3290","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fotografie","category-nikon","tag-blue-canyon","tag-tuba-city"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p2px01-R4","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3290"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}