{"id":27,"date":"2010-04-29T05:42:08","date_gmt":"2010-04-29T05:42:08","guid":{"rendered":"http:\/\/anscharius.wordpress.com\/2010\/04\/29\/durch-den-peek-a-boo-canyon-%e2%80%93-oder-fertig-mit-den-nerven"},"modified":"2010-04-29T05:42:08","modified_gmt":"2010-04-29T05:42:08","slug":"durch-den-peek-a-boo-canyon-oder-fertig-mit-den-nerven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nikonhumors.com\/?p=27","title":{"rendered":"Durch den Peek-a-Boo Canyon \u2013 Oder: Fertig mit den Nerven"},"content":{"rendered":"<div id=\"msgcns!EAB5C6B74AC48440!3053\" class=\"bvMsg\">\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Circle-D Eatery geht es kurz zur Rezeption um Wolfgangs tolle Canyon-Leiter abzuholen. Vor dem Motel ist die gro\u00dfe Fahnenstange mit der USA-Flagge einfach abgeknickt und liegt mit der Spitze auf der Telefonleitung. Der Chef des Motels h\u00e4lt sie mit einem Besen hoch damit die Leitung nicht durchrei\u00dft. Einer seiner Mitarbeiter versucht verzweifelt mit einer Eisens\u00e4ge den Rest des Fahnenmastes zu kappen damit nicht noch schlimmes passiert. An der Rezeption bekomme ich die Leiter in einer gr\u00fcnen Umh\u00e4ngetasche in die Hand gedr\u00fcckt. Wir sollen vorsichtig sein weil es drau\u00dfen hefig st\u00fcrmt. Das haben wir gerade schon gesehen. Die Sonne scheint aber es geht ein h\u00f6llischer Wind.<\/p>\n<p>Als ich in die gr\u00fcne Tasche schaue staune ich nicht schlecht. Vier neue Schrauben im Format M6x40 samt Fl\u00fcgelmuttern und Unterlegscheiben habe ich aus Deutschland mitgebracht. Im\u00a0 \u2018Gig-Bag\u2019 der Leiter ist eine ein T\u00fcte mit nagelneuen Schrauben. Da war jemand schneller :-)<\/p>\n<p>Egal, es geht los. Die \u2018Hole in the Rock Road\u2019 (<a href=\"http:\/\/usa-west.beepworld.de\/hitrr.htm\" target=\"_blank\">HITRR<\/a>) ist in den letzten Monaten scheinbar ein wenig \u00fcberabreitet worden. Der Zustand ist sehr gut und wir fahren mit 40 \u2013 50 mph auf der breiten Schotterpiste zum Trailhead am Peak-A-Boo Canyon. Als wir nach etwa einer Stunde ankommen stehen dort schon f\u00fcnf Autos. Wir werden also jemanden antreffen und wenn sich einer von uns einen Fu\u00df verknackst ist es ganz gut wenn man nicht ganz allein ist.<\/p>\n<p>Auf dem Parkplatz ist es h\u00f6llisch windig und die Sandk\u00f6rner fliegen waagerecht. Ich hoffe nur, dass es unten in der Senke etwas ruhiger ist. Nach ein paar Minuten sind wir startklar. Die Wanderschuhe sind geschn\u00fcrt, die Wasserflaschen und ein wenig Obst verstaut. Es kann los gehen. Erst noch schnell registrieren, man wei\u00df ja nie\u2026<\/p>\n<p>Es geht bergab und wir k\u00f6nnen den Canyon schon fast von oben sehen. Sandra steigt schweigend den Abhang hinunter. Als ich sie frage ob alles ok ist kommt ein \u201cWenn ich daran denke, dass wir das alles nachher wieder rauf m\u00fcssen wird mir jetzt schon schlecht!\u201d \u2013 Ok, keine weiter Konversation, sie ist nicht gut drauf! Es geht runter, \u00fcber Slickrock und tiefen Sand. Nicht viele H\u00f6henmeter aber der Aufstieg ist trotzdem anstrengend. Ich erinnere mich nicht an das letzte Jahr\u2026<\/p>\n<p>Nach etwa 30 Minuten sind wir am Canyon angekommen. In der Mulde vor dem Einstieg ist kein Wasser, wir haben Gl\u00fcck! Es stehen ein paar Wanderst\u00f6cke, Wasserflaschen und Rucks\u00e4cke an der Wand, es ist also schon jemand dort! Wolfgangs tolle Leiter hilft beim Einstieg in den Canyon. Trotzdem sehen wir sicher komisch aus wie wir da mit unseren gro\u00dfen Fotorucks\u00e4cken hinauf klettern. Es ist mehr ein Rutschen als ein Klettern. Im letzten Jahr bin ich gar nicht hoch gekommen, mit der Leiter geht es heute aber recht gut. Oben im Canyon sind schon zwei M\u00e4dels. Die eine malt und die andere schaut sich um. Sie haben ihre Sachen \u00fcberall verteilt. An Fotos ohne \u2018menschliche \u00dcberreste\u2019 ist gar nicht zu denken. Ich nehme mit vor auf dem R\u00fcckweg noch einmal hier einzusteigen und dann mit der Hasselblad SWC ein paar sch\u00f6ne Bilder zu schie\u00dfen. Das klappt sp\u00e4ter nat\u00fcrlich nicht \u2013 nichts klappt so wie man es plant \u2013 auf dem R\u00fcckweg wird es noch viel st\u00fcrmischer sein, wir werden Sand in allen Ritzen haben und nur noch unter die Dusche wollen.<\/p>\n<p>Aber eins nach dem anderen\u2026<\/p>\n<p>Es geht also durch den Canyon. Die Leiter hilft und ist gleichzeitig auch im Weg. Meine Kamera baumelt mir um den Hals und st\u00f6rt beim Klettern. Ich denke immer wieder dran, wie ich meine D2x vor ein paar Tagen verschrottet habe, das muss mit der D300 nun nicht auch noch passieren. Aber es geht voran. Irgendwann halte ich mal an und montiere die Kamera auf mein kleines Stativ. Ein paar wenig Bilder sind drin, aber das viele Gep\u00e4ck ist nur im Weg. ich kann mich kaum r\u00fchren, dann noch die Leiter und die Kamera, ich f\u00fchle mich unwohl.<\/p>\n<p>Doch der Canyon ist sehr sch\u00f6n, w\u00fcrden da nicht \u00fcberall irgendwelche Rucks\u00e4cke herumliegen k\u00f6nnte ich sogar ein paar sch\u00f6ne Fotos machen. Von oben, vor und hinten rieselt es Sand. Ich komme mir vor wie beim Horrortag am Upper-Antelope-Canyon. Meine D300 ist schon komplett mit Sand \u00fcberzogen. Die Hasselblad will ich da gar nicht erst heraus kramen.<\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44305b45d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"_DSC4430\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44305b45d.jpg?w=204\" border=\"0\" alt=\"_DSC4430\" width=\"457\" height=\"672\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf unserem Weg durch den Canyon treffen wir mehrere andere Wanderer. Alle sind von Wolfgangs Leiter total begeistert. Klar, sie wissen was es vor ein Problem war in den Canyon hineinzukommen. Irgendwann wird es echt eng und Sandras Klaustrophobie meldet sich. Sie muss sich schwer zusammen rei\u00dfen, ich sehe es ihr an. Sie atmet tief und schwer, eigentlich ist es ihr zu eng hier uns sie will nur noch raus. Oh je, so kommen wir ganz bestimmt nicht durch den Spooky Canyon\u2026 Sandra nutzt die Leiter und kletter aus dem Peek-A-Boo heraus. Am oberen rechten Rand geht es ihr dann schnell besser. Es ist auch nicht mehr weit. Am Ende machen wir eine kurze Rast.<\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44985b25d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"_DSC4498\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44985b25d.jpg?w=300\" border=\"0\" alt=\"_DSC4498\" width=\"244\" height=\"167\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44945b25d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"_DSC4494\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44945b25d.jpg?w=300\" border=\"0\" alt=\"_DSC4494\" width=\"244\" height=\"167\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc45095b25d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"_DSC4509\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc45095b25d.jpg?w=300\" border=\"0\" alt=\"_DSC4509\" width=\"244\" height=\"167\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf meinem GPS habe ich leider nur die Wegpunkte f\u00fcr die Eing\u00e4nge zum Peek-A-Boo und zum Spooky Canyon. Ich war immer der Meinung, dass man wenn man hinten aus dem Peek-A-Boo herauskommt gleich nach rechts in den Spooky abbiegen kann. Aber hier ist kein Eingang der nach Spooky Canyon aussieht. Mein GPS habe ich im Canyon ausgeschaltet, das funktioniert dort sowieso nicht. Ich schalte es also mal ein und schaue wo wir sind. Der Marker bildet mit den Eing\u00e4ngen der beiden Canyons etwa ein gleichseitiges Dreieck. Es kann so falsch also nicht sein. Auf den letzten Metern kam uns eine Familie entgegen die ich gefragt habe ob sie durch den Spooky gekommen sind. Vielleicht habe ich sie auch falsch verstanden, aber es klang so als w\u00e4ren sie vom Spooky in den Peek-A-Boo hin\u00fcber gewandert. Und sie sahen noch recht frisch aus. Es scheint also alles ok zu sein.<\/p>\n<p>Wir folgen dem Wasch der in den Peek-A-Boo hineinf\u00fchrt und halten Ausschau ob wir rechts den Spooky sehen. Der Weg ist schwer und sandig. Es ist echt anstrengend. Irgendwann packe ich die Leiter zusammen und schnalle sie auf meinen Rucksack, nun ist er richtig schwer. Aber es geht. Nach einer Weile sieht das alles nicht mehr zielf\u00fchrend aus. Wir entscheiden uns nach rechts \u00fcber die kleine Klippe zu klettern. So klein ist sie gar nicht und als wir oben ankommen scheint unten vor uns ein Canyon zu sein. Laut GPS k\u00f6nnte es der Spooky sein. Wir steigen durch tiefen Sand wieder hinunter. Sandra st\u00f6hnt schon und ist eigentlich am Ende ihrer Kr\u00e4fte. Mir geht es noch ganz gut und unten angekommen sieht es so aus als ginge es hier in den Hintereingang des Spooky Canyon. Wir bin guter Dinge und wandere los. Es geht wieder durch sehr losen schweren Sand. Der Wind ist heftig, ich kann nur auf den Boden schauen und versuche die Augen hinter dem Schild meiner Baseball-Cap zu verbergen. Als ich an den ersten Felsausl\u00e4ufern ankomme schau ich mal um. Wo ist Sandra? Sie kniet ein paar hundert Meter hinter mir im Sand. Ohje! Ich stelle schnell meine Kamera und den schweren Rucksack auf dem Felsen ab. Dann durch den Sand zur\u00fcck zu Sandra. Sie kann nicht mehr. Ich muss ihr auf die Beine helfen und nach ein paar Minuten sitzen wir dann neben meiner Kamera. Sie braucht eine Pause und vor allem etwas zu trinken. Sie ist total fertig. Wenn ich daran denke wie wir zum Auto kommen sollen wird es mir ganz anders.<\/p>\n<p>Aber nach einer Weile geht es ihr wieder besser. Wir schultern unser Gep\u00e4ck und stampfen durch den Canyon. Zun\u00e4chst ist er breit und man kann gut laufen, dann wird er immer schmaler. Schlie\u00dflich liegen riesige Felsbrocke zwischen den W\u00e4nden des Canyons. Es sieht aus als k\u00f6nnte man zwischen den Brocken herunter klettern und dann darunter hindurch kriechen. \u201cDa sind Fu\u00dfspuren, oder?\u201d Wir sind uns unsicher. Es geht mehrere Meter hinunter. Mit der Leiter sicher kein Problem, oder doch? Ein langes Seil haben wir auch dabei. Aber Sandra ist ziemlich fertig und was, wenn danach eine Stelle kommt an der wir dann doch nicht weiter k\u00f6nnen? Wie kommen wir dann dort wieder hinauf? Wir halten kurzen Kriegsrat und entschlie\u00dfen uns umzukehren. Als wir an unserem \u2018Rastplatz\u2019 ankommen treffen wir ein Ehepaar. Er hat eine kurze Hose an und auf dem Knie ein dickes Pflaster. Ein paar unbedeckte Hautabsch\u00fcrfungen kann man zus\u00e4tzlich erkennen. Sie fragen ob es dort weiter geht. Ich erz\u00e4hle ihnen, dass man vielleicht 100 Meter weit kommt und dann unter diesen tonnen schweren Felsbrocken drunter her kriechen muss. Sie sieht mein Seil und fragt ein wenig verst\u00f6rt ob man das dort braucht. Nein, das habe ich nur so dabei, benutzt habe ich es noch nicht!<\/p>\n<p>Wir klettern rechts au\u00dfen am Canyon hoch, sie gehen hinein. Sp\u00e4ter treffen wir sie wieder, sie sind auch umgekehrt und haben die andere Seite gew\u00e4hlt :-)<\/p>\n<p>Der Weg am Canyon-Rand entlang ist sehr sandig. Wenn Sandra mir nun umf\u00e4llt und ich den Canyon rutscht ist echt Schluss mit Lustig. Ich lasse sie vorgehen und bin drauf gefasst sie jeder Zeit fest zu halten. Aber es klappt alles prima. Als wir am Vordereingang zum Spooky ankommen ist sie sogar ganz gut gelaunt. Sie will da mal rein und nach all der Schinderei mal gucken wie es dort aussieht.<\/p>\n<p>Wir gehen ein paar Meter, dann ist es etwas windgesch\u00fctzt und wir machen eine kleine Rast. Sie muss einfach mehr trinken. Das macht auch den Rucksack leichter!<\/p>\n<p>Ich lege alles ab und schaue mal wie es aussieht. Nach ein paar Metern ist dort wieder ein sicher mehrere Tonnen schwerer Felsbrocken der zwischen den Canyon-W\u00e4nden sitzt. Man kann auf den Knien darunter hindurch kriechen, aber witzig ist das nicht. Ein paar Meter wird es so eng, dass mein Oberk\u00f6rper obwohl er nur mit einem Trekking bekleidet ist zwischen den Felsw\u00e4nden stecken bleibt. Ok, ich k\u00f6nnte mich hindurch zw\u00e4ngen, im letzten Jahr habe ich das auch gemacht. Aber w\u00fcrde Sandra da hindurch kommen? Ich gehe erst einmal zur\u00fcck. Sie hat eine kleine windgesch\u00fctzte H\u00f6hle gefunden. Es gibt Wasser und einen Apfel. Das baut auf und ihre Kr\u00e4fte kommen langsam zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dann lassen wir alles dort liegen und schauen uns die schmale Stelle gemeinsam an. Nein, da will sie ganz gewiss nicht hinein!!! Ein wenig verstehen kann ich sie. Wir kehren also um und haben die sch\u00f6nsten 200 Meter des Spooky Canyon nicht gesehen. Sch\u00f6ne Fotos k\u00f6nnten wir dort eh keine machen denn es st\u00fcrmt wie die H\u00f6lle. Wir k\u00f6nnen kaum sehen wohin es geht und halten nur die H\u00e4nde sch\u00fctzend vor die Augen.<\/p>\n<p>Es geht zum Auto. Das GPS habe ich in der Jackentasche. Vorher ist es mir einmal hinunter gefallen und hat nun seine ersten Schrammen. Dabei sollte es bleiben und au\u00dferdem kenne ich den Weg. Am Ausgang des Canyons kommt das Ehepaar von vorhin hinunter gestiegen. Sie fragen ob man von dieser Seite in den Canyon kommt. Ich erz\u00e4hle ihnen, dass sie sich entweder hindurchzw\u00e4ngen m\u00fcssen oder es auf den Knien versuchen sollten. Sie schauen sich sehr skeptisch an, dann verschwinden sie im Canyon.<\/p>\n<p>Es geht rechts herum durch einen breiten Wasch zum Eingang des Peek-A-Boo zur\u00fcck. Sand und Wind sind fast unertr\u00e4glich. Etwa nach einer Stunde sind wir oben am Auto. Der Wind rei\u00dft uns fast wieder die T\u00fcren aus der Hand. Oh je, nicht noch einmal. Wir sind sehr schnell im Auto. Nur einfach alles auf den R\u00fccksitz werfen und dann los. Sandra hat das Auto von innen erst vor ein paar Tagen vom gr\u00f6bsten Sand befreit. \u00d6ffnen wir die T\u00fcren f\u00fcr einen Augenblick w\u00e4hrend eine Windb\u00f6e im Anmarsch ist, haben wir die ganze Kiste wieder voller Sand. Also nichts \u00f6ffnen und gleich los.<\/p>\n<p>Das GPS zeigt irgendwie keine Karten mehr an. Ich mache mir Sorgen, dass es doch einen Knacks bekommen haben k\u00f6nnte. Sp\u00e4ter werde ich feststellen, dass nur die Speicherkarte mit dem zus\u00e4tzlichen Kartenmaterial herausgerutscht ist. Bis auf ein paar Schrammen ist alles ist ok!<\/p>\n<p>Wir fahren schweigen auf der HITRR und sind am Ende. Wir haben Hunger und \u00fcberall ist feiner Sand. Was f\u00fcr eine schlechte Vorstellung\u2026<\/p>\n<p>Auf dem GPS habe ich den Track vom letzten Jahr eingespielt. Damals war ich erst am Spooky und dann am Escalante Volcano. Als wir am Abzweig zum Harris Wash ankommen frage ich Sandra ob es ok ist wenn wir mal kurz schauen wie die \u2018Stra\u00dfe\u2019 zum Volcano aussieht. Im letzten Jahr war sie in h\u00f6chst gruseligem Zustand, vielleicht hat sie ja inzwischen jemand repariert? Es geht also rechts ab!<\/p>\n<p>Der Weg ist anfangs recht gut, doch wird dann schnell sehr holprig und felsig. Keine Freude, aber der Jeep steckt das weg! Dann passieren wir den Harris Wash. Am anderen Ende geht es echt sandig nach oben. Die R\u00e4der malmen im losen Sand, aber wir kommen auf der anderen B\u00f6schung hinauf. Uff, das war knapp. So geht es dann leider weiter. Sandra schweigt und im Radio l\u00e4uft der Satellitenkanal Nummer 12 \u2013 die meisten Songs kennen wir inzwischen\u2026<\/p>\n<p>An mehreren Stelen ist die halbwegs brauchbar befestigte Stra\u00dfe fast weggesp\u00fclt. Wir m\u00fcssen schr\u00e4g an der B\u00f6schung entlang und teilweise durch tiefe Gr\u00e4ben mit losem Sand. Der Jeep hat vor einen sehr kurzen \u00dcberhang und auch relativ viel Bodenfreiheit. Das hilft, wir kommen \u00fcberall recht gut hindurch. Zweimal habe ich das Gef\u00fchl, dass wir gleich festsitzen. Ich w\u00fcnsche mir ein 4WD Auto mit Differentialsperre\u2026<\/p>\n<p>Dann kurz vor dem Volcano ist das was ich v\u00f6llig \u00fcbertrieben immer mal wieder als Stra\u00dfe bezeichne einfach weg. Die Stra\u00dfe verschwindet einfach in einer D\u00fcne aus losem Sand. Ich steige mal aus um zu schauen wie es aussieht. Der Sand ist so lose und so tief, dass ich bei jedem Schritt bis zum Kn\u00f6chel im Sand versinke. Das geht hier definitiv nicht weiter! Also zur\u00fcck, der Gegenwind macht mich fertig. Der Volcano ist vielleicht 1000 Meter entfernt, ich kann ihn sehen. Aber ein sch\u00f6nes Foto ist bei dem Wetter eh nicht drin. Au\u00dferdem sind gerade dicke Wolken aufgezogen. Trotz allem ist es satte 23\u00b0C warm\u2026<\/p>\n<p>Wir wenden und fahren zur\u00fcck. Sandra ist sehr mulmig zu mute, es sieht aus als h\u00e4tte sie Angst, dass wir hier ganz allein irgendwo stecken bleiben k\u00f6nnte. Sie \u00fcberlegt laut was sie dann tun w\u00fcrde. \u201cEin Pferd einfangen, das Seil als Z\u00fcgel missbrauchen und dann nach Escalante reiten?\u201d Sie macht sich echt gro\u00dfe Sorgen, dass etwas passieren k\u00f6nnte, dass wir beide besser nicht erleben wollen!!<\/p>\n<p>Es passiert auch nichts \u2013 besser ist das!<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter im Motel geht es sofort unter die Dusche und dann ab in das sch\u00f6ne v\u00f6llig neu gestaltete Restaurant. Es gibt Cabernet Sauvignon des Weingutes Fetzer \u2013 lecker! Nur ein wenig zu warm ist er \u2013 das k\u00f6nnten sie noch lernen! Aber die Kellnerin hat noch nie Wein getrunken, sie trinkt wenn \u00fcberhaupt mal nur ein Bier. Ok, wie soll man sich dann mit Wein auskennen? Die Fettucine Alfredo sind auch gut! Nach einem Espresso k\u00e4mpfen wir uns durch den Wind zur\u00fcck in unser Zimmer. Drau\u00dfen r\u00fcttelt der Sturm an allem was ein wenig lose ist. zwischendurch geht das Licht aus, dann ist die Internetverbindung ausgefallen. Der Sturm ist echt heftig!<\/p>\n<p>Um 21:40 habe ich meinen neuen Artikel f\u00fcr das BLOG fertig. Nun noch ein paar Bilder einf\u00fcgen und dann endlich schlafen.<\/p>\n<p>Mal sehen was wir morgen machen. Wandern will Sandra sicher nicht. Aber was macht man hier au\u00dfer zu wandern? Mal zum Bryce Canyon fahren? Aber der liegt sehr hoch, was wenn dort ein Schneesturm ist? Ok, ruhig Blut, wir werden sehen\u2026<\/p>\n<p>Hier mein pers\u00f6nliches \u201cBild des Tages\u201d<\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44835b35d.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"_DSC4483\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/dsc44835b35d.jpg?w=300\" border=\"0\" alt=\"_DSC4483\" width=\"590\" height=\"450\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gesamte <a href=\"http:\/\/cid-eab5c6b74ac48440.skydrive.live.com\/play.aspx\/Peek-A-Boo?ref=1\" target=\"_blank\">Diashow des Tages gibt es hier<\/a>.<\/p>\n<p>Hier der Track in Google Earth:<\/p>\n<p><a rel=\"WLPP\" href=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/image5b35d4510ccd7.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display:inline;border-width:0;\" title=\"image\" src=\"http:\/\/anscharius.files.wordpress.com\/2010\/04\/image5b35d4510ccd7.png?w=300\" border=\"0\" alt=\"image\" width=\"590\" height=\"400\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hier ist das <a href=\"http:\/\/cid-eab5c6b74ac48440.skydrive.live.com\/self.aspx\/GPS\/PeekABoo.kmz\" target=\"_blank\">KMZ zum selbst anschauen mit Google Earth<\/a>.<\/p>\n<p>Im letzten Jahr habe ich viele Videos erstellt und via Microsoft Soapbox ver\u00f6ffentlich und in mein BLOG eingebunden. Leider hat Microsoft seinen Videodienst dann eingestampft weil er gegen Youtube einfach keine Chance hatte. Damit sind dann auch alle Videos die ich 2009 m\u00fchsam bei Soapbox hochgeladen habe alle weg. Aber auf meinem Notebook habe ich noch ein paar \u2018Originale\u2019 gefunden. Hier ist mein 2009er Video aus dem Spooky Canyon:<\/p>\n<div style=\"display:inline;float:none;margin:0;padding:0;\">\n<div><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe loading=\"lazy\" class=\"youtube-player\" width=\"950\" height=\"535\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/v_pWtCm30pw?version=3&#038;rel=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;fs=1&#038;hl=de-DE&#038;autohide=2&#038;wmode=transparent\" allowfullscreen=\"true\" style=\"border:0;\" sandbox=\"allow-scripts allow-same-origin allow-popups allow-presentation allow-popups-to-escape-sandbox\"><\/iframe><\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck im Circle-D Eatery geht es kurz zur Rezeption um Wolfgangs tolle Canyon-Leiter abzuholen. Vor dem Motel ist die gro\u00dfe Fahnenstange mit der USA-Flagge einfach abgeknickt und liegt mit der Spitze auf der Telefonleitung. 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